Schonhaltung des Herzens

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Die Idee für diesen Blogartikel ist mir tatsächlich bei meiner morgendlichen Yoga Einheit gekommen. Dabei ist mir bewusst geworden, dass unser Körper manchmal eine Schonhaltung einnimmt, um Schmerzen zu vermeiden. Das kann z.B. nach einer Verletzung geschehen oder aber auch wenn wir durch Immobilität, Überbelastung, Fehlbelastung oder Entzündungen bei gewissen Bewegungen ein Schmerzen haben.

Vorübergehend kann diese Schonhaltung hilfreich, nötig oder bewusst gewollt sein, damit Heilung möglich ist. Bei größeren Verletzungen bekommen wir diese Schonhaltung sogar verschrieben, wenn z.B. Gelenke, Sehnen oder Knochen durch Gips, Orthese o.ä. vorübergehend stillgelegt werden.

Normalerweise geschieht die Schonhaltung allerdings unbewußt und baut sich so immer weiter auf. Meist werden wir erst dann aufmerksam, wenn wir an einer anderen Stelle im Körper Schmerzen bekommen, weil durch die dauerhafte Schonhaltung ein Ungleichgewicht entsteht, das durch eine Fehlhaltung ausgeglichen werden muss. Und so wird das Ungleichgewicht immer größer und unsere Flexibilität immer kleiner.

Und da dachte ich: ist das bei Emotionen nicht genauso?

Tendieren wir nicht auch dazu, gewisse Situationen, Menschen oder Erlebnisse zu vermeiden (oder sie uns durch besondere Härte vom Hals zu halten), wenn wir beim letzten Mal eine schlechte oder schmerzhafte Erfahrung gemacht haben?

Wenn Du z.B. einen Vortrag vor vielen Menschen gehalten und dabei einen totalen Blackout hattest, würdest Du sofort wieder auf die Bühne gehen?
Wenn Du einen Sturz hattest (vom Pferd, Fahrrad, Motorrad, beim Skifahren ….), würdest Du sofort wieder aufsteigen?
Wenn Du in Deiner letzten Beziehung verletzt worden bist, kannst Du wieder offen und vertrauensvoll in die Neue starten?

Schmerzen geschehen – egal ob durch physische oder emotionale Verletzungen. Und ja, es braucht eine gewisse Zeit der Schonung, um erst einmal Linderung zu erfahren – und zu verarbeiten (nicht zu verdrängen oder zu versteifen!).
Nimm Dir diese Zeit. Dann aber ist es wichtig, in dieser Haltung nicht zu verharren, sondern möglichst rasch wieder in Bewegung zu kommen und die Flexibilität langsam wieder aufzubauen. Das ist emotional nichts anderes als muskulär. Denn wenn wir die Schonhaltung beibehalten fühlt sich das zunächst vielleicht sicher an – hat aber auf lange Sicht unangenehme Folgen:

  1. Emotionales Ungleichgewicht:  um ein Gefühl zu vermeiden, entwickeln wir ein anderes stärker, wie z.B. Härte, um Trauer zu vermeiden.
  2. Mangelnde Flexibilität (Verkrampftheit): wir verlernen, mit gewissen Emotionen umzugehen – und leiden umso mehr, wenn wir ihnen wieder begegnen. D.h. es besteht sogar eine
  3. Größere Verletzungsgefahr.
  4. Schmerzen in anderen Bereichen: zwar mag es uns gelingen, manche Verletzungen und Schmerzen zu vermeiden. Unsere Abgrenzung verhindert aber ebenso schöne Erlebnisse, Freude und Lebendigkeit – und macht uns auf Dauer einsam.

Und wie nach einer körperlichen Schonhaltung fühlt sich der Wiedereinstieg auch nach der emotionalen unsicher und „wackelig“ an. Aber bleib dran, das legt sich mit der Zeit! Nur so bleibst Du geschmeidig, um Dein volles Potential zu entfalten und den kompletten „Bewegungsradius“ des Lebens und der Emotionen zu erfahren.

Wo hast Du Dich emotional in eine Schonhaltung zurückgezogen?
Wie könntest Du die Flexibilität wiedergewinnen?

Und wo ich das hier so schreibe — trifft das nicht alles auch irgendwie auf unsere Gedanken und Sichtweisen zu?

Also – Zeit für ein paar Dehnübungen – für den Körper, den Geist und das Herz – und dann ab ins Leben!

Sei gut zu Dir!
Deine Birgit

3 Regeln und 5 Tipps für schlechte Tage

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„Bist Du eigentlich immer gut drauf?“ fragte mich neulich eine Freundin, der es gerade nicht so gut ging. Wer mal mit mir zusammengelebt oder länger Zeit mit mir verbracht hat, im Urlaub z.B., kennt die Antwort auf diese Frage. Allen andere verrate ich sie jetzt hier: NEIN.

Auch ich komme an meine Grenzen und habe manchmal Tage, an denen ich mich schon kurz nach dem Aufstehen damit tröste, dass sie vorüber gehen. Keine Ahnung, wo die schlechte Stimmung an solchen Tagen herkommt – von doofen Gedanken wohl kaum, denn sie ist gefühlt schon da, bevor ich den ersten Gedanken des Tages fasse 😉
Wenn ich mich hier kontinuierlich mit allerlei Tipps zum Thema Balance und Happiness austobe und wenn ich auf meiner „Mission“ unterwegs bin, anderen Menschen dabei zu helfen, mehr Wohlbefinden und Freude zu erlangen, mag der Eindruck aufkommen, dass ich unerschütterlich positiv denke.

Ja, ich möchte Dich darin unterstützen, Deine Gedanken, Gefühle und Deinen Körper in ein gesundes Gleichgewicht zu bringen um gesund, selbstbestimmt und zufrieden zu leben.
Aber damit keine Missverständnisse aufkommen: dass das nicht immer und ausnahmslos gelingt, ist normal und menschlich!

Leistungsdruck und Perfektionismus sind die falschen Begleiter auf dem Weg zu Zufriedenheit und Wohlbefinden

Vielleicht habe ich einen kleinen Vorteil, weil ich die Themen ja praktisch täglich durch meine Synapsen laufen lasse und sie so immer präsent sind. Und alles, worüber ich schreibe, habe ich sozusagen auch an mir selber ausprobiert. Ich nenne das den „Nachhilfe-Effekt“. Wenn wir etwas, was wir selber lernen, jemand anderem erklären, verfestigt sich das Gelernte noch einmal ganz anders. Und so habe ich die stille Hoffnung, dass mir das alles eines Tages in Fleisch und Blut übergeht…
Bis dahin höre ich mir aber gerne immer, wenn ich selbst mal wieder „feststecke“, meinen Lieblingskommentar guter Freude an, der da lautet:
„Lies doch einfach nochmal ein paar Deiner Blogartikel.“

Aber jetzt mal im Ernst. Schlechte Tage hat jeder. Normal.
Wie wir aber damit umgehen, entscheidet, ob wir gut durch sie durch kommen (und sich manchmal die Stimmung vielleicht schon im Laufe des Tages dreht), oder ob sie in die Verlängerung gehen.

Daher kommen hier meine 3 Regeln und 5 Tipps, um gut durch einen schlechten Tag zu kommen (Wirksamkeit im Selbstversuch nachgewiesen :-)):

3 Regeln für schlechte Tage

  1. Du mußt NICHT immer gut drauf sein.
  2. Es ist in Ordnung, traurig, wütend, enttäuscht, melancholisch, erschöpft etc. zu sein. In unserer vom Perfektionismus oder zumindest der perfekten Außendarstellung getriebenen Welt wird darüber zwar nicht so oft gesprochen – aber auch diese Gefühle gehören zu Dir – und jedem anderen Menschen auf diesem Planeten.
  3. Es geht vorbei. Gefühle und Stimmungen sind wie eine Wetterlage. Sie ziehen vorbei. Und manchmal sind die Wolken gar nicht so dicht oder beständig, wie sie zunächst wirkten.

5 Tipps für schlechte Tage

  1. Sag hallo zu Deiner „Wetterlage“ und begrüße sie beim Namen. Stell Dir dieses (unerwünschte) Gefühl wie einen (ungebetenen) Partygast vor, der vor der Tür steht, und mitfeiern möchte. Und Du weist diesen Gast ab, ohne ihn Dir anzuschauen oder seinen Namen zu kennen. Entweder geht er – aber kommt später nochmal mit Verstärkung wieder oder er randaliert die ganze Zeit vor Deiner Tür und versaut Dir die gesamte Party. Druck erzeugt Gegendruck. Also, öffne die Tür, heiße ihn willkommen und weise ihm einen Platz zu.
  2. Hör Dir an, was Dein Gast zu sagen hat – aber lass Dich nicht ins Drama verwickeln. Ein Bierchen ist ok – dann bedanke Dich bei Deinem Gefühl für das, was es Dir mitteilen wollte (z.B. dass Du auf Dich achten sollst und letzte Woche übertrieben hast, oder um welches Bedürfnis Du Dich mehr kümmern solltest …). Und dann kümmere Dich um die anderen Partygäste und ..
  3. Mache eine Sache, die Dir ein Erfolgserlebnis beschert – stelle etwas fertig, was Du schon lange aufgeschoben hast, absolviere ein Modul in einer Fortbildung, mache eine Sporteinheit, erledige etwas im Haushalt … – und mache Dir danach Deinen Erfolg bewußt. Vielleicht belohnst Du Dich auch mit etwas, z.B.
  4. Mache eine Sache, die Dir Freude macht – ruf mal wieder einen lieben Freund an, kaufe Dir Blumen, bastle oder handwerke, streichle Dein Haustier …
  5. Mache eine Sache, die Deinem Körper gut tut – koche Dir etwas Gesundes und Leckeres, mache einen langen Spaziergang, achte bewußt darauf, ausreichend zu trinken, lege eine Entspannungs- oder Meditationseinheit ein …

Auch wenn eine Sache, die Du machst, in mehrere Kategorien fällt – mache auf jeden Fall drei Dinge, die zu Freude und Wohlbefinden beitragen und Dich Selbstwirksamkeit erfahren lassen.

Sei freundlich zu Deinem „speziellen Partygast“ und dann kümmere Dich um Dich.
Nichts anderes will er Dir meistens sagen.

Sei gut zu Dir!

Deine Birgit

Bist Du es Dir selbst Wert?

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„Wer sich selbst mag, vermag auch andere zu mögen.“
Ernst Ferstl

Was macht dieses Zitat mit Dir?
Würdest Du zustimmen?

Das Thema Selbstliebe zieht sich seit Jahrhunderten durch Wissenschaft und Philosophie. Psychologen sind sich einig, dass Selbstliebe Voraussetzung für eine gute Verbindung zur Welt und zu anderen Menschen ist. Sie ist ein wichtiger Teilaspekt des Selbstwertgefühls und der Selbstwirksamkeit  – beides essentielle Grundlagen für nachhaltige Zufriedenheit.

Spieglein, Spieglein …

Und Du, magst Du Dich selbst?
Mach doch einmal folgendes:

  • Suche Dir einen Spiegel in Deiner Wohnung und stelle Dich davor. Das kann gerne auch ein Ganzkörper-Spiegel sein.
  • Betrachte Dich, schau genau hin, nimm Dir Zeit.
  • Dann sieh Dir in die Augen und sage: „(Dein Vornamen), ich liebe Dich! Du bist wunderbar und liebenswert!“

Und, wie ist es Dir bei dieser Übung ergangen?
Was hast Du gedacht, als Du Dich betrachtet hast?
Sind Dir die Worte leicht über die Lippen gegangen?
Oder gar nicht?

Ich kann Dich beruhigen, Du bist nicht alleine mit diesem seltsamen Gefühl.
Selbstliebe erfreut sich meist keiner großen Beliebtheit. Wer kennt sie nicht, die Sprüche: „Eigenlob stinkt.“ oder „Hochmut kommt vor dem Fall.“
Eigenliebe wird oft gleichgesetzt mit ungesundem Egoismus und sogar Narzissmus.
Allerdings zu Unrecht. Interessanterweise sind die ungesunden Formen des Egoismus und auch der Narzissmus nämlich in einem Mangel an Selbstliebe begründet. Und während diese beiden Eigenschaften sich dadurch auszeichnen, dass sie Deinen Mitmenschen schaden, ist gesunde Selbstliebe eines der größten Geschenke, die Du Deiner Umwelt machen kannst. Denn wer in sich selbst ruht, wer weiß, was er will, der ist klar in seinen Absichten und Bedürfnissen, ohne verkrampft und verbissen darum kämpfen zu müssen. 

Wenn Du einer Person mit gesunder Selbstliebe begegnest, weißt Du, woran Du bist und ein offener, wertschätzender Dialog auf Augenhöhe ist möglich. Es entsteht ein Austausch, der kein Gefühl des „zu kurz Kommens“ hinterläßt. Denn wer sich selbst liebt, hat gelernt, für sich zu sorgen – und nicht andere für sein Wohlbefinden und Glück verantwortlich zu machen.

„Wer aber leicht werden will und ein Vogel, der muß sich selber lieben.“
Friedrich Nietzsche (1844 – 1900)

Das Maß an Selbstliebe und Wertschätzung, die Du Dir entgegenbringst, wirkt sich positiv auf Deine Zufriedenheit in verschiedenen Lebensbereiche aus:

  • Deine Arbeit: gesunde Selbstliebe hilft Dir dabei, eine Arbeit zu finden, die zu Dir passt und Dich erfüllt – aber auch, rechtzeitig Grenzen zu setzen, um kontinuierliche Be- und Überlastung zu vermeiden,
  • Deine Beziehungen: egal ob Freunde, Familie oder Partnerschaft – wenn Du Dich selbst wertschätzt, wird es Dir leichter fallen, Beziehungen zu erkennen, zu wählen und zu führen, die geprägt sind von gegenseitigem Respekt, Inspiration und einer beflügelnder Energie. Du wirst Beziehungen suchen und kultivieren, in denen man sich gegenseitig bereichert – anstatt ergänzt.
  • Deine Gesundheit und Deinen Lebensstil: Wenn Du es Dir wert bist, wirst Du automatisch und ohne schlechtes Gewissen Zeit für Dich und Dein Wohlbefinden einplanen. Diese Termine werden gleichberechtigt neben Deinen Pflichten in Deinem Kalender stehen.

Kleiner Selbst-Check: wie ist es um Deine Selbst-Liebe bestellt?

Ließ Dir die folgenden Aussagen durch und notiere, wie viele davon auf Dich zutreffen:

  • Manchmal habe ich das Gefühl, für alle da zu sein – aber keinen interessiert es, wie es mir geht.
  • Es fällt mir oft schwer, Entscheidungen zu treffen, weil ich immer nach eine Lösung suche, die alle Seiten zufrieden stellt.
  • Ich halte mich oft zurück, weil ich das Gefühl habe, dass das, was ich denke oder zu sagen habe, anderen missfallen könnte.
  • Bei der Arbeit gebe ich stets 110% – aber ich scheine die/der einzige zu sein, der sieht wieviel ich leiste.
  • Um im Leben und bei der Arbeit wirklich voran zu kommen, muss man sich nur genug anstrengen – „nur die Harten kommen in den Garten“.
  • Ich muss Erwartungen erfüllen, um geliebt und anerkannt zu werden.
  • Ich kann schlecht mir mir alleine sein (brauche Ablenkung und Rückmeldung, z.B. durch Social Media).
  • „Erst die Arbeit, dann das Vergnügen“ – Zeit für Sport und Entspannung und mich nehme ich mir, wenn alle Pflichten erfüllt sind.
  • Lieber eine komplizierte Beziehung, als alleine sein.
  • Für mich alleine zu kochen, lohnt sich nicht.
  • Süßigkeiten und Alkohol sind ein gutes Trostpflaster.
  • Ich habe oft das Gefühl, es „nie recht machen zu können“.
  • Wenn jemand meine Hilfe braucht, bin ich ausnahmslos für ihn/sie da – auch wenn es mir selbst gerade nicht so gut geht.
  • Ich helfe oft ungefragt – finde es aber enttäuschend, wenn der/die andere nicht sieht, dass ich es gut mit ihm/ihr meine oder meine Ratschläge nicht befolgt.
  • Ich muss mich total zurückziehen (räumlich und/oder emotional), um mich um mich selbst zu kümmern.
  • Ich habe oft das Gefühl, ausgenutzt zu werden.
  • Wenn mir mal etwas nicht gelingt, gehe ich sehr hart mir mir ins Gericht (negative Selbstgespräche etc.)
  • In der vergangenen Woche habe ich mir fast keine Zeit für mein Wohlbefinden genommen (z.B. entspannen, Aktivitäten, die mich glücklich machen)
  • Im vergangenen Monat habe ich mich mit vielen Personen getroffen, weil ich das Gefühl hatte, dass man das von mir erwartet – auch wenn die Treffen mich am Ende „leer und energielos“ zurückgelassen haben.
  • Ich habe kein Problem damit, zu sagen, was ich denke und mir zu nehmen, was ich brauche – auch wenn ich andere damit verletze.
  • Es fühlt sich oft so an, als wenn „ich gelebt werde“, anstatt die Zügel selbst in der Hand zu haben.

Jede Aussage trifft wahrscheinlich einzeln auf jeden von uns irgendwann mal zu. Ausnahmen bestätigen die Regel. Wenn Du Dich aber in den meisten Aussagen wiedererkennst und diese auch die meiste Zeit auf Dich zutreffen, solltest Du der Entwicklung Deiner Selbstliebe etwas mehr Zeit schenken.

Denn wenn Du Liebe und Anerkennung nicht in Dir selbst findest, wirst Du sie im Außen suchen, d.h. Du überläßt anderen Menschen, darüber zu urteilen, was Dich wertvoll, liebenswert, erfolgreich macht. Du definierst Dich über die Erwartungshaltung anderer und wirst so zum „Spielball“ des Lebens.

Wer bestimmt Deine Bedürfnisse?
Wer definiert Deine Grenzen?
Und wer treibt Dich über diese Grenzen hinaus an?
Du selbst – oder andere?

Es gibt so viele Meinungen, wie Menschen. Und jeder „meint es gut mit Dir“. Wenn es Dir nicht gelingt, es selbst gut mir Dir zu meinen, wirst Du Dich unverstanden, ungeliebt, ausgelaugt, unsicher und enttäuscht fühlen.
Und in diesem bedürftigen Zustand bist Du weder Dir noch anderen eine Hilfe.

Drei Schlüsselelemente der Selbstliebe

Wie wäre es, wenn Du dieses Jahr zum Jahr der Selbstliebe ausrufst?

Wenn Du Interesse daran hast, Deinen Selbstwert zu steigern, dann schau Dir doch folgende drei Aspekte mal genauer an:

  • Deine Bedürfnisse: kennst Du Deine Bedürfnisse und kannst Du sie formulieren? Stehst Du hinter Dir und Deinen Bedürfnissen?
  • Dein innerer Kritiker: wie redest Du mit Dir selbst?
  • Deine Glaubenssätze: hast Du Glaubenssätze, die Dich davon abhalten, für Dich einzustehen? Oder innere Antreiber, die dazu führen, dass Du immer „hinten anstehst“?

Wenn Dich das Thema näher beschäftigt, kann ich Dir das folgende e-Book zum Thema Selbstliebe empfehlen, dass gemeinsam mit der Happiness Academy entstanden ist:

Das e-Book wird Dich dabei unterstützen:

  • nicht nur Deine Schwächen zu sehen
  • die Vorteile der Selbstliebe zu verstehen
  • zu erkennen, warum Selbstliebe nicht narzisstisch ist
  • 3 Übungen zu lernen, die Deine Selbstliebe steigern
  • Zu erkennen, das Dir selbst zu helfen bedeutet, die Kraft zu erlangen, anderen helfen zu können.

Mit dem Kauf dieses e-Books tust Du Dir selbst und anderen etwas Gutes, denn 2 EUR des Kaufpreises werden automatisch an die Organisation „Aufwind“ gespendet, die sich gegen Kinderarmut einsetzt!

Spende Dir und anderen Liebe – eBook kaufen

Sei gut zu Dir und gib auf Dich acht!
Du bist wundervoll und liebenswert.

Deine Birgit

Ein Engel auf Erden

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Wo Engel hausen, da ist der Himmel,
und sei’s auch mitten im Weltgetümmel.

Ḫāǧe Šams ad-Dīn Moḥammad Ḥāfeẓ-e Šīrāzī


Auch wenn Du nicht an Engel glaubst, lade ich Dich herzlich ein, weiter zu lesen. Als mir der Begriff heute Morgen in den Sinn gekommen ist, dachte ich nämlich nicht an die geflügelten Himmelsboten, sondern eher an „echte Menschen“.

Dieses Jahr war eine Achterbahnfahrt – und wie es aussieht, werden wir auch im kommenden Jahr noch ein paar Runden drehen. Aber Du und ich – wir haben es bis hier her geschafft. Und ganz sicher warst auch Du dabei nicht alleine.

Wer sind die Engel in Deinem Leben?
Wer war für Dich besonders dieses Jahr ein Engel?
Wer hat Dir gut getan?
Wer hat Dir Gutes getan?
Wer war für Dich da – hat zugehört, Dir Raum gelassen?
Wer hat Dich beflügelt?

Und – wissen diese Menschen, dass Sie Dir Engel waren oder sind?

In einem meiner letzten Trainings sollte in der Abschlussrunde jedeR TeilnehmerIN über jedeN andereN TeilnehmerIN etwas Positives aufschreiben. Die kleinen Feedbackzettel wurden dann persönlich übergeben, die Teilnehmer sahen sich dabei in die Augen und sprachen aus, was sie aufgeschrieben haben. Klingt simpel. War aber unfassbar kraftvoll. Die Energie, die am Ende im Raum stand, hat tatsächlich alle beflügelt. Anfangs hat man gemerkt, wie ungewohnt es für die meisten von uns ist, 1. wertvolles und substantielles, positives Feedback zu formulieren, das über ein „Danke“ hinausgeht, 2. ein solches Feedback auch auszusprechen und 3. es anzunehmen – ohne komisches Gefühl, ohne es klein zu reden. Aber mit jeder Rückmeldung wurde die Unsicherheit kleiner und Wertschätzung füllte den Raum.

Es gibt kaum eine bessere Art, Wertschätzung auszudrücken. Genau sagen zu können, was man am anderen gut findet, erfordert, dass man sich mit ihm oder ihr beschäftigt, sich Gedanken macht. Vielleicht ist uns vieles oft bewusst – selten aber sprechen wir es auch aus. „Näd geschännt isch g’nug g’lobt“ wie man in meinem Kulturraum so schön sagt (nicht geschimpft ist genug gelobt).
Schnell nehmen wir vieles als selbstverständlich hin, sind gut darin, zu formulieren, was uns alles fehlt – ohne zu sehen, was wir schon alles haben.

Manchmal warten wir auf das große Wunder – und übersehen die vielen kleinen um uns herum.
Manchmal überladen wir Menschen mit unseren Erwartungshaltungen – und übersehen, wieviel sie bereits für uns tun.

Welchen Deiner Engel könntest Du in den nächsten Tagen diese Wertschätzung entgegenbringen?

Und:

Wem könntest Du ein Engel sein?
Wie?

Lass‘ uns mehr zusammen zu rücken.
Das geht auch mit körperlichem Abstand und Maske – durch Taten, Worte, Blicke, eine liebevoll-wohlwollende Haltung.

Lass‘ uns einander mehr Engel sein, Flügel wachsen – denn beflügelt ist vieles leichter.

Eine gute Woche Dir!

Deine Birgit

Mach Dich auf den Weg – auf Deinen!

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Heute möchte ich eine Geschichte mir Dir teilen, die ich in einem TEDx Talk von Meister Shi Hen Yi (Shaolin Mönch) entdeckt habe (Link unter diesem Artikel, falls Dich der ganze Talk interessiert.)
Weil ich Geschichten liebe!
Weil bald Weihnachten ist – und Weihnachten die Zeit der Geschichten ist.
Und weil ich finde, sie passt hervorragend in diese Zeit in der wir oft darüber nachdenken, welchen Weg wir im Folgejahr einschlagen sollen.
Lass Dich inspirieren.

Ein Mann lebte in der Nähe eines Berges. Jeden Tag dachte er: „Wie es wohl ist, diesen Berg zu erklimmen? Und wie wohl der Blick vom Gipfel ist?“ Schließlich kam der Tag, an dem der Mann sich aufmachte. Als er am Fuß des Berges ankam, traf er auf den ersten Reisenden. Also fragte er ihn: „Wie sind Sie auf den Berg gekommen und was haben Sie auf dem Gipfel gesehen?“ Und der Reisende teilte seinen Weg und die Aussicht, die er hatte. Der Mann aber dachte sich: „Was dieser Reisende beschrieben hat, klang recht anstrengend. Ich muss einen anderen Weg nach oben finden.“ Also lief er weiter am Fuße des Berges entlang, bis er den nächsten Reisenden traf. Und wieder fragte er ihn: „Wie sind Sie auf den Berg gekommen und was haben Sie oben gesehen?“ Und auch dieser Reisende teilte seine Erfahrungen. Noch immer unentschlossen, welche Route er nehmen sollte, fragte der Mann noch 30 weitere Reisende. Als er mit ihnen allen gesprochen hatte, fasste er schließlich einen Entschluss: „Jetzt, da so viele Menschen schon ihren Weg und Ihre Sicht vom Gipfel mit mir geteilt haben, brauche ich ja gar nicht mehr da hoch.“

„Man kann Dir den Weg weisen, aber gehen musst Du ihn selbst.“

Bruce Lee

Wie bedauerlich, dass sich dieser Mann nie auf die Reise gemacht hat. Denn:

  • Jeder von uns muss seinen ureigenen Weg finden, Berge zu bezwingen.
  • Es mag zwar die Möglichkeit geben, Informationen durch Worte zu teilen – aber es ist unmöglich, die Erfahrung der Klarheit zu teilen, die uns zuteil wird, wenn wir selbst auf dem Gipfel stehen.
  • Welche Anstrengungen für uns nötig sind, um den Gipfel zu erreichen, können wir nur selbst rausfinden. Nur so erlangen wir mehr Kenntnis über uns selbst.
  • Mehr Klarheit über uns selbst bedeutet, auch andere Dinge klarer zu sehen, sich bewusst zu werden, welche Entscheidungen für uns die richtigen sind, um unseren Zielen näher zu kommen. Wir können aus uns selbst heraus entscheiden, erlangen Glauben in uns selbst – und verlieren so die Zerrissenheit, Zweifel und die Unsicherheit, die immer weiter wächst, je mehr Menschen uns etwas raten.
  • Diese Klarheit steigert unseren Fokus und unsere Entschlossenheit = weniger Ablenkung = mehr Erfolgserlebnisse = mehr Selbstwirksamkeit = mehr Glück!

Gibt es einen Berg, den zu erklimmen Du „aufgegeben“ hast – der Dir aber dennoch keine Ruhe lässt?

Wo verlässt Du Dich auf die Wege anderer, weil Du bisher Deinen eigenen nicht erkundet hast?

Welches soll Dein Gipfel für das nächste Jahr werden?

Mach Dich auf den Weg!

Deine Birgit

Bist Du nüchtern?

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Ich frage das nicht, weil gerade Glühweinzeit ist. Er sei Dir vergönnt.  😉
Aber als ich beschlossen habe, im November auf Alkohol zu verzichten, ist mir klar geworden, dass wir unseren Körper mit den unterschiedlichsten Dingen betäuben – oftmals ganz unbewusst.
Oft merken wir es erst, wenn wir im entsprechenden Bereich mal „ausnüchtern“ – also uns eine Weile in Verzicht üben. Wenn wir nämlich etwas regelmäßig konsumieren, tritt recht schnell Gewöhnung ein – und wir verlieren das Gefühl für das richtige Maß. Wer z.B. schon einmal etwas länger dasselbe Parfum oder After Shave verwendet hat, wird das kennen: nach einer Weile hat man das Gefühl, dass der Duft viel schneller verfliegt. Wahr ist aber, dass wir ihn immer weniger wahrnehmen, weil sich unsere Nase schon daran gewöhnt hat. Und wenn es schlecht läuft (für unsere Mitmenschen ;-)) erhöhen wir die Menge kontinuierlich, bis wir wieder etwas riechen.

Betäubung kann einsetzen, wenn wir von etwas, das unser Belohnungssystem im Hirn ankurbelt, immer mehr brauchen, um das erwünschte Glücksgefühl zu erreichen.
Oder aber auch, wenn wir uns mir etwas kontinuierlich ablenken, um eben nicht spüren zu müssen.

Hier eine kleine Auswahl der gängigen „Betäubungsmittel“:

  • Alkohol (um locker zu werden und runterzufahren)
  • Zucker (Glücks-Kick)
  • Koffein (Energie-Kick)
  • Essen (ißt Du bei Hunger oder bei Appetit?)
  • Arbeit („noch das eine …. Wenn ich erst mal… dann …“)
  • Gedanken (Grübeln)
  • Social Media / Mobiltelefon (der Like-Kick, Befriedigung der Neugier)
  • Fernsehen (sich berieseln lassen)
  • Sport („Erleichterungs-Kick“, wenn man es geschafft hat)
  • Geschäftigkeit (immer etwas zu tun haben, auch wenn es eigentlich nicht sinnvoll oder nötig ist; keine Pause)
  • Einkaufen/Shoppen (mich selbst belohnen)
  • Nachrichten („Erregungs-Kick“)

Ob Du noch in normalem Maß genießt und konsumierst oder schon im Betäubungsmodus steckst, kannst Du herausfinden, indem Du Dir diese Fragen beantwortest:

Kannst Du es geniessen, ohne gleich wieder, immer wieder oder noch mehr davon zu wollen?

Konsumierst Du bewußt oder beiläufig? (z.B. Nachrichten im Handy oder die Tüte Chips)

Spürst Du nach eine gewissen Menge ein körperliches oder emotionales „Genug“ = Sättigungsgefühl?

Nüchtern betrachtet 😉 – ist Dir bewußt, wie oft und wieviel Du konsumierst?

Ist Dir bewußt, in welchen Situationen Du zum jeweiligen „Betäubungsmittel“ greifst und welches Verlangen Du tatsächlich damit stillen willst?

Konsumierst Du manchmal so viel davon, dass Du die „Überdosis“ erst bemerkst, wenn es Dir nicht mehr gut geht?

Kannst Du problemlos einen gewissen Zeitraum darauf verzichten? (Beantworte das erst mit ja, wenn Du es ausprobiert hast – Du wirst staunen!)

Vielleicht magst Du ja die nächsten Tage und Wochen einmal ein Experiment starten und auf eines Deiner beliebtesten „Betäubungsmittel“ verzichten?
Es lohnt sich durchaus! Wenn es Dir gelingt, wirst Du:

  • spannende Erkenntnisse über Dich in Erfahrung bringen
  • ein Gefühl der Kontrolle zurückgewinnen
  • achtsamer und bewußter Umgang mit Deinen Gefühlen werden
  • wieder mehr in Kontakt mit Deinem Körper und seinen Signalen sein
  • das Gefühl für das richtige (gesunde) Maß wiedererlangen
  • dieses Bewußtsein nutzen können, um besser zu steuern, was Dir gut tut
  • das jeweilige „Mittelchen“ nach dem Verzicht intensiver schmecken, fühlen, wahrnehmen
  • Dich klarer, stärker und lebendiger fühlen!

Und: wenn Du wieder in Kontakt mit Dir bist, kannst Du diese bewußte Achtsamkeit auch auf andere Bereiche übertragen.

Wie klingt das?

Auf mehr Klarheit und Lebendigkeit!

Deine Birgit

7 Trainingsschritte für Deinen Resilienzmuskel

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Neulich habe ich mir meine Laufschuhe angezogen und bin losgelaufen – obwohl es leicht geregnet hat. Auf der Strecke wurde der Regen dann stärker und der Wind blies von vorne. Und obwohl mir das Wasser mein Gesicht runterlief, passierte etwas mir mir während dieses Laufs und ich  musste schließlich lächeln. Ich merkte, wie ich aus meiner Komfortzone lief und – dass es mir Spaß machte. Ich fühlte mich lebendig, pur, war voll im Moment.

Ja, es geht um Lebendigkeit. Darum, sich im übertragenen Sinne mal in den Regen – oder den Wind – zu stellen. Um ins Spüren zu kommen, ins Hier und Jetzt.
Und es geht darum, wie genau das Deine Resilienz steigern kann.

Zugegeben, wenn wir dieses Jahr mit einer Großwetterlage vergleichen könnte man sagen, dass wir bisher ganz schön im Regen standen und jegliche Vorhersagen ungefähr genauso zuverlässig sind und waren wie der Wetterbericht 😉
Für so eine Situation gibt es nicht das passende Übungs-Pendant.

Aber es ist ein bisschen wie beim Marathon Training. Das geschieht auch in kleinen, intensiven Lauf-Etappen, die aber alle kürzer sind als 43 km.
Wie wir unbequeme Situationen verkraften und damit umgehen hängt davon ab, ob wir Unbequemes gewohnt sind. Widerstandskraft und Durchhaltevermögen erlangst Du nicht, wenn Du Dich schonst oder immer nur den Weg des geringsten Widerstandes wählst.

Unsere Resilienz ist wie ein Aushhaltemuskel. Er lässt sich trainieren – und es empfiehlt sich, das kontinuierlich zu tun, um stark genug zu sein, wenn es darauf ankommt.

Die Trainingsschritte für Deinen Resilienz-Muskel sind immer dieselben – egal ob freiwillig oder unfreiwillig:

  1. Wahrnehmen – Du merkst, dass Dich etwas stresst oder unangenehme Gedanken und Gefühle in Dir auslöst. Du erkennst sozusagen einen Trigger und gleichzeitig einen Bereich, in dem Du mehr Resilienz brauchen könntest. Bleiben wir bei meinem Lauf. Als der Regen zunahm und ich immer nasser wurde, dachte ich „Och nee, ne!“ Außerdem bemerkte ich, wie mein Schritt schneller wurde.
  2. Annehmen – Annehmen bedeutet, die Erkenntnis über Deinen Trigger zu akzeptieren. „Ok, ich bin es nicht gewohnt, im Regen zu laufen“ oder „Ich mag es nicht, mit nassen Füßen zu laufen.“
  3. Aushalten – Es geht kein Weg drumrum – nur mittendurch. Besonders in Situationen, die wir uns nicht aussuchen können heißt es jetzt simpel und ergreifend: „Aushalten, Mund halten, durchhalten.“ 
  4. Anpassen – Anpassen kann beim Aushalten helfen und sowohl das Verhalten als auch die Gedanken betreffen. Kannst Du in der unangenehmen Situation etwas anders machen, um sie Dir zu erleichtern? Welche Gedanken wären jetzt hilfreich? Worauf sollte sich Dein Fokus richten, damit es Dir besser geht? „Ein Schritt nach dem anderen – einfach weiter!“ – oder „Haha, andere gehen zur Kosmetikerin und lassen sich die Haut benetzen, damit sie frischer aussieht. Ich hab das hier inklusive :-).“ oder „Oh, was freue ich mich auf die warme Dusche und einen Tee danach.“
  5. Regenerieren – Ohne Frage – Aushalten und Anpassen kosten Energie. Deshalb ist es wichtig, Dir nach einer solchen Belastung eine Phase der Regeneration zu gönnen. Dein Resilienz-Muskel wächst in der Ruhephase – so wie jeder andere Muskel auch. Ich habe besonders genussvoll geduscht und mir schöne Musik zum Tee danach aufgelegt.
  6. Lernen – Reflektionsphase, wenn die Situation vorüber ist. Wie schwer ist Dir das Aushalten gefallen? Welche Anpassungsstrategien haben besonders gut gewirkt? Was kannst Du daraus für’s nächste Mal lernen? Mir hat besonders das Verändern meiner Gedanken geholfen – und sogar das Lächeln auf die Lippen geholt (war bei dem Gedanken mit der Kosmetikerin ;-)) Außerdem ging es mir direkt danach und auch ein paar Tage später super. Keine Erkältung. Erkenntnis: Laufen im Regen ist cool und ich kann das!
  7. Verändern – Setze Deine Erkenntnisse in die Tat um. Was machst Du beim nächsten mal (anders)? Ich werde wieder bei Regen laufen gehen und habe mir ein Regenjacke besorgt. Ich freue mich schon wieder auf das lebendige Gefühl!

Besonders spannend war für mich, dass ich alleine durch meine veränderte Haltung zu der Situation gleich zweierlei profitierte: ich fühlte mich lebendig und glücklich – und ich habe mein Aushalten trainiert und mich zudem noch in meinem Laufplan zukünftig vom Wetter unabhängig gemacht.

Wann hast Du Dich das letzte Mal im Annehmen und Aushalten geübt?
Hast freiwillig die unangenehmere Option gewählt?
Oder bist bewusst in einer unangenehmen Situation geblieben und hast sie zu Deinem Lehrer gemacht?

Wie und wo könntest Du Dich in der kommenden Woche mal bewußt „in den Wind“ stellen um Deinen Resilienz-Muskel zu trainieren?

Laß den Schirm zuhause und tauche ein ins Leben!

Deine Birgit

Das Leben ist kein Ponyhof. Warum eigentlich nicht?

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Wer behauptet eigentlich, dass es immer schwer sein muss?

Sicherlich ist nicht immer alles leicht und einfach. Aber oft haben wir auch die Tendenz, es uns selbst schwer zu machen.
Dann nämlich, wenn uns Gutes widerfährt, uns etwas leicht von der Hand geht, uns etwas in den Schoß fällt, uns etwas wie von selbst gelingt, wir etwas mühelos bekommen.
Wenn das der Fall ist, kannst Du es annehmen, kannst Du es genießen, Dich drüber freuen?
Oder wirst Du mißtrauisch?
Fragst Dich, wo der Haken ist?
Oder womit Du das verdient hast?

Und während Du grübelst oder Dein Glück runterspielst, nimmst Du der Situation den Zauber und Dir ein Stück Freude.
Das ist nicht sehr hilfreich – aber kommt nicht von ungefähr.
Es sind hauptsächlich zwei Phänomene, die diese Schwere in unser Leben bringen:
Unsere Sozialisierung und die damit verbundenen Überzeugungen und Glaubenssätze und die eigene, obere Glücksgrenze.

Nur die Harten kommen in den Garten – unsere Sozialisierung

Es gibt etliche Sprüche, die klarmachen sollen, dass das Leben eben kein Wunschkonzert ist (das ist auch so einer ;-)) Wahrscheinlich sind sie Dir auch schon begegnet: „No pain, no gain“,“ohne Fleiß keinen Preis“, „Hochmut kommt vor dem Fall“ usw.

Etwas ohne Anstrengung erreichen? Das kann nicht mit rechten Dingen zugehen.
Etwas ist zu günstig? Das kann ja nichts sein.
Und sogar bei der Partnerwahl „soll man bloß nicht leicht zu haben sein.“ Zack, Deckel drauf auf Verliebtheit und Freude.

Dieser Überzeugung bedient sich sogar das Marketing. Das sogenannte „Knappheits-Prinzip“ sorgt dafür, dass wir etwas für besonders begehrenswert und wertvoll halten, wenn es schwer zu haben ist oder es nur wenig davon gibt. So wird dann auch gerne mal eine künstliche Knappheit erzeugt, um den Preis in die Höhe zu treiben. (Limitierte Auflage, exklusive Mitgliedschaft …)

Deine obere Grenze des Glücks

Und dann wäre da noch eine Art innere Grenze. Es gibt so etwas wie ein persönliches Glückslimit. Wann immer der Grad an Glück, das uns widerfährt, bisher gewohnte Spären übersteigt (oder dahinter zurückbleibt), fühlt es sich komisch an. Als wenn etwas aus dem Gleichgewicht gekommen wäre. Und da unser inneres System stets darauf bedacht ist, mit möglichst geringem Aufwand den bekannten Zustand beizubehalten, beginnt unser Unterbewußtsein Gedanken und Verhaltensweisen zu initiieren, die dafür sorgen, „dass es uns bloß nicht zu gut geht“.  Deshalb, so hat die Forschung gezeigt, schnappen wir selbst nach großen Glücksereignissen, wie z.B. einem Lottogewinn, nach einer gewissen Zeit wieder in den ursprünglichen Level des Glücksgefühls zurück.

Diese Grenze nach oben auszudehnen erfordert, emotionales Neuland zu betreten und Freude zuzulassen und auszuhalten.

Wenn Dir also das nächste Mal etwas Schönes widerfährt oder Dir jemand etwas Gutes tut (z.B. Lob und Anerkennung ausspricht), nimm es an, nimm es auf und erlaube Dir, Dich darüber zu freuen.
Die Energie, die Dir diese Freude schenkt läßt sich dann übrigens wunderbar dafür verwenden, tatsächliche Herausforderungen mit mehr Zuversicht anzugehen.

„Ob das Leben ein Ponyhof ist oder nicht hängt ganz alleine davon ab, ob Du den Großteil Deiner Zeit mit der Mistgabel in der Hand verbringen oder lieber der Sonne entgegen reiten willst.

Darf es Dir gut gehen?
Darfst Du glücklich sein?
Darf es leicht sein?

Ich wünsche Dir eine schöne Adventszeit mit leichten Momenten und dass es Dir gelingen mag, diese anzunehmen und Deine Glücksgrenze nach oben zu verschieben!

Deine Birgit

PS: kleine Warnung zu den Risiken und Nebenwirkungen: es kann sein, dass die Menschen in Deinem Umfeld etwas irritiert reagieren, wenn Du zukünftig den Pfad der vernünftgen Ernsthaftigkeit und Problematisierung verlässt. Aber vielleicht will ja der eine oder die andere mit Dir reiten. 😉

Nüscht

Foto: Pixabay

Heute möchte ich Dich herzlich dazu einladen, etwas zu machen, was super wichtig für Deine persönliche Weiterentwicklung ist: nix!

Ja, Du liest richtig! Wachstum findet nämlich nicht während der Phasen der Anstrengung statt – sondern in darauffolgenden Ruhezeiten.
Das ist nicht nur beim Sport so, wo der Muskelaufbau erst durch Trainingspausen möglich wird. Das Prinzip findet sich auch in anderen Bereichen wieder:

Lösungen finden wir leichter, wenn wir uns die Aufgabenstellung vor Augen führen – und dann gedanklich loslassen (nicht umsonst hat man zündende Ideen selten, wenn man lange genug grübelt sondern eher in Momenten, an denen wir gar nicht mehr an das Problem denken).

Emotionen verarbeiten wir unter anderem im Schlaf, z.B. durch Träumen (es träumt übrigens jeder – nur kann sich nicht jeder dran erinnern).

Lernerfahrungen verinnerlichen wir, wenn wir dem Geist Ruhe gönnen, um sie in unserer Synapsen-Bibliothek richtig einzusortieren.

Bevor Du mich jetzt beim Wort nimmst, und abschaltest, gibt es noch eine Sache, die dabei wichtig ist: Deine emotionale Einstellung. Dein „fauler Tag“ wirkt sich nur positiv aus, wenn Du ihn Dir auch wirklich erlaubst und ihn in Ordnung findest – ohne schlechtes Gewissen!

Also – gönn Dir!

(Und wenn Du’s brauchst – ich erteile Dir hiermit offiziell die Erlaubnis dazu ;-))

Deine Birgit

Wundermittel Sport

Foto: Pixabay

Als ich gestern Morgen auf meiner Joggingrunde entlang des Neckars war, die feuchte Herbstluft in der Nase und die Morgensonne im Rücken, da dachte ich: Sport ist einfach genial. Fast fühlte es sich so an, als könne ich der ganzen angespannten Situation – die ja nun mit dem Soft Lock Down in eine weitere Runde geht – davonlaufen. Und ein bisschen ist das auch so.

Deshalb will ich diese Woche mal eine Lanze für den Sport brechen.

Dabei muss es nicht Laufen sein  – egal, mit welchen Sportart Du ins Schwitzen kommst – sie wird Dir auf mehreren Ebenen gut tun und genau das liefern, was Du brauchst, um körperlich und seelisch gestärkt zu bewältigen, was auch immer auf Dich zukommen mag.

Damit es uns im Sinne der Salutogenese (Konzept, das erforscht, wie Gesundheit entsteht und erhalten werden kann) gut geht, brauchen wir ein Gefühl von Sinnhaftigkeit, Verstehbarkeit und Handhabbarkeit dessen, was passiert und womit wir uns beschäftigen.

Gut geht es uns folglich,  wenn wir

  • selbstbestimmt agieren können
  • ein Gefühl von Kontrolle haben
  • Selbstwirksamkeit erfahren
  • einen Beitrag zu etwas Sinnvollem leisten
  • etwas tun, was wir „drauf haben“, das uns fordert und fördert – bestenfalls sogar in den Flow kommen lässt
  • Erfolgserlebnisse haben

Eine regelmäßige Sporteinheit kann eine Insel in Deinem Alltag sein, die all das beinhaltet!

  • Du bestimmst, wann, wo, was und wie oft Du trainierst.
  • Du kannst den Ablauf kontrollieren, in Deinem Tempo und Rhythmus trainieren.
  • Dir die Sporteinheit vorzunehmen, sie erfolgreich durchzuziehen und nach einer Weile sogar positive Veränderungen an Dir wahrzunehmen stärkt Dein Selbstwertgefühl und Dein Selbstbewusstsein –  und gibt Deinem Ego einen Schub – Du hast es voll drauf!
  • Außerdem leistest Du einen wertvollen Beitrag zu Deiner Gesundheit – nicht nur der körperlichen, sondern auch der seelischen.

„Der Seele hilft alles, was auch dem Körper gut tut.“
Prof. Dr. Manfred Spitzer

Wenn Du dann noch eine Aktivität wählst, die Dir richtig Spaß macht oder sie mit etwas verknüpfst, dass Dir Freude bereitet, um Dich zu motivieren (z.B. einem schönen Ort in der Natur oder Deiner Lieblingsmusik auf den Ohren), dann ist das Ganze noch viel wirksamer.

Also, nimm das Ruder Deines Wohlbefindens in die Hand und genieße Deine sportliche Insel – am besten an der frischen Luft! (Trimm Dich Pfade im Wald erfreuen sich übrigens gerade wieder steigender Beliebtheit ;-))

Sei gut zu Dir und lass es Dir gut gehen!

Deine Birgit