Bereichernde Beziehungen

Sympathie ist wahrgenommene Ähnlichkeit

Unter Hundehaltern gibt es den Spruch: „Der sieht seinem Hund auch immer ähnlicher.“ Und tatsächlich hat man manchmal das Gefühl, dass Hund und Herrchen nicht nur physiologisch sondern auch von der Wesensart einige Ähnlichkeiten aufweisen.

Das kann von Beginn an so sein, denn „Sympathie ist wahrgenommene Ähnlichkeit“ – und so suchen wir uns manchmal unbewusst einen Hund aus, der bereits einige Parallelen zu unserer Persönlichkeit aufweist. Auf jeden Fall aber verstehen es Hunde exzellent, sich an ihre Menschen anzupassen, sich „einzuschwingen“. Das hat sie zum treuen Begleiter des Menschen gemacht.

Du bist der Durchschnitt der fünf Personen, mit denen Du am meisten Zeit verbringst – Jim Rohn

Spannenderweise lässt sich dieses Phänomen der Anpassung nicht nur in Mensch-Hund-Beziehungen beobachten. Es taucht auch in jeder Mensch-Mensch-Beziehung auf. Und hier gibt es zwei interessante Dynamiken. Zum einen fühlen wir uns meistens von den Menschen angezogen, die uns in irgendeiner Weise ähnlich sind. Vertrautheit vermittelt ein Gefühl der Sicherheit. Zum anderen werden wir den fünf Menschen, mit denen wir die meiste Zeit verbringen, auf Dauer immer ähnlicher. Unser Umfeld ist also ein nicht zu unterschätzender Faktor, wenn es um unsere persönliche Entwicklung geht.

Doch wie häufig betrachten wir unser Umfeld und unsere Beziehungen unter dem Aspekt unserer persönlichen Weiterentwicklung?
Wer sind die 5 Personen, mit denen Du die meiste Zeit verbringst?
Und wie fühlst Du Dich nach Begegnungen mit diesen Menschen? Inspiriert? Unterstützt? Herausgefordert?
Oder eher ausgelaugt, angespannt, leer?

Beziehungen, bei denen eher letzteres zutrifft, solltest Du genauer unter die Lupe nehmen. Warum erhältst Du sie aufrecht? Kannst Du die Zeit mit diesen Menschen reduzieren? Oder ist es vielleicht sogar an der Zeit, den einen oder die andere aus Deinem Leben zu verabschieden?

Wer sind die Menschen, die Dich aufbauen und inspirieren?
Wie kannst Du mehr mit diesen Menschen verbringen?

Beziehungen sind die einflussreichste Kraft in unserem Leben.

Der regelmäßige Austausch mit uns nahe stehenden Menschen mildert Stress. Socialising ist nachweislich eine der besten Coping Strategien.
Und besonders in Bezug auf unsere persönliche Weiterentwicklung können wir die Tatsache, dass uns unser Umfeld prägt, für uns nutzen. Wovon möchtest Du mehr in Deinem Leben? Welche Eigenschaften und Werte möchtest Du weiterentwickeln?
Wofür bewunderst Du andere Menschen? Und wie viel Zeit verbringst Du mit Menschen, die diese Eigenschaften bereits verinnerlicht haben?

Die meisten Ängste werden durch Unsicherheit und das Unbekannte verursacht.

Hier heißt es unter Umständen auch, einen großen Schritt aus Deiner Komfortzone zu machen. Denn zum einen fällt es uns – gerade weil wir Verbindungen zu Menschen brauchen – manchmal schwer, nicht förderliche Beziehungen zu beenden oder auf ein Minimum zu reduzieren.
Zum anderen kann es sich ungewohnt und unbequem anfühlen, auf Menschen zu zugehen, die wir noch nicht kennen oder die manches anders betrachten als wir. Denn das Unbekannte verursacht Unsicherheit und manchmal sogar Ängste. Sicher ist es einfacher, sich mit dem Bekannten zu umgeben – und die Nähe von Menschen zu suchen, die uns in dem bestätigen, was wir schon sind und tun. Aber wenn wir uns weiterentwickeln wollen, braucht es keinen Zuspruch und Bestätigung für das was wir schon sind sondern Herausforderung und Anreiz für das, was wir sein wollen. Wenn es sich also komisch anfühlt, heiße die Unsicherheit mit offenen Armen willkommen – denn Sie ist Dein Anzeiger dafür, dass Du auf dem richtigen Weg bist.

Nimm Dir doch heute mal ein paar Minuten Zeit, um darüber nachzudenken, welche Qualität Deine Beziehungen haben – und was Du verändern könntest, um mit und in ihnen zukünftig (noch mehr) zu erblühen.

Herzlichst,

Deine Birgit

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