Ein Rückblick mit Wow-Effekt

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„Wenn ich jetzt so zurückblicke, dann frage ich mich schon, wie ich das damals alles geschafft habe!“ sagte neulich eine liebe Freundin, als wir uns über Veränderungen im Leben unterhielten.

Kennst Du das auch?
Manchmal stellt uns das Leben vor Aufgaben, die auf den ersten Blick so wirken, als wären sie zu groß für uns. Uns durchströmen Gedanken wie  „Wie soll ich das nur schaffen?“ oder „Und jetzt??“
Und dann, einige Zeit später, blicken wir zurück und denken – „Du meine Güte, wenn mir jemand gesagt hätte, dass ich das schaffe, hätte ich ihn für verrückt erklärt!“

Es ist erstaunlich, wozu wir in der Lage sind, wie wir unsere Kräfte zu mobilisieren wissen, wenn wir müssen, wenn wir scheinbar keine Wahl haben.
Plötzlich haben wir einen messerscharfen Fokus, eine Bestimmung. Wir bleiben dran, alles, was nur zweitrangig ist wird auch konsequent in die zweite Reihe geschickt. Unsere Entschlossenheit wächst, alle Energie wird gesammelt und ausgerichtet, um die bevorstehende Aufgabe zu meistern – egal, welcher Natur sie ist (und ich spreche hier von lebensverändernden Umständen, Situationen, die eine Zäsur für Deinen Alltag und Dein Leben bedeuten).

Warum ich das schreibe?

Weil ich finde, dass wir uns in Situationen, die uns zu groß oder ausweglos erscheinen, immer mal wieder daran erinnern sollten, was wir in der Vergangenheit schon alles gewuppt haben. Und durchaus den Gedanken zulassen können, dass immer mehr geht, als wir tatsächlich denken. Da ist noch diese Reserve, die unser ausgeklügeltes System aus Körper und Geist für Notfälle aufbewahrt – und sie auch nur in solchen „rausrückt“.

Wenn Du also an einem Punkt in Deinem Leben bist, der Dich zu überwältigen scheint …

  1. Nimm die Situation an. Sie ist wie sie ist – verliere nicht wertvolle Energie in Ärger darüber!
  2. Gestehe Dir ein, dass Du Dich überwältigt fühlst. Das ist in Ordnung. Sprich es aus: „Ich fühle mich gerade überfordert/überwältigt.“ Sobald Du Deinen Gefühlen Beachtung schenkst (nur wahrnehmen, nicht werten oder gar schon daraus etwas schlußfolgern) nimmst Du den ersten Druck raus.
  3. Blicke zurück und erinnere Dich, was Du in der Vergangenheit schon alles gemeistert hast – und schöpfe daraus Zuversicht.
  4. Dann blicke nach vorne: angenommen, Du hast alles mit Bravour geschafft – wie sieht Dein Wunschergebnis aus? Was siehst Du, fühlst Du, machst Du? Habe eine Vision vor Augen, die klar genug ist, um den Fokus zu setzen – aber nicht so detailliert, dass Du auf unterwegs die Flexibilität für andere oder bessere Wege zum Ziel verlierst. Das ist ein bisschen wie bei der Wohnungssuche – wenn Du weißt, was Du willst, wird Dein Blick geschärft für die richtigen Anzeigen – und alle anderen kannst Du getrost ignorieren.
  5. Gib Dir Zeit und gönne Deinem Verstand auch mal Pausen, damit er verarbeiten kann. Dann wird er die Eindrücke sortieren und Deine Intuition damit füttern. Das Unterbewusstsein arbeitet immer weiter – auch wenn Du schläfst.
  6. Sei fleißig und bleib dran – aber vertraue auch, dass sich Dir Wege oder Lösungen vielleicht auch zeigen werden, wenn Du nicht damit rechnest. Übe Dich in gelassen-zuversichtlicher Aufmerksamkeit.

Und zum Schluß noch ein Spruch der mir in schwierigen Situationen schon geholfen hat:

„Das Universum schickt Dir immer nur Aufgaben von denen es denkt, dass Du sie bewältigen kannst.“

Sei also stolz – das Universum traut Dir einiges zu – tu Du es auch! 😉

Da geht noch was!

Du schaffst das.

Deine Birgit

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