Tanz der Schlümpfe

blog.birgitbaldauf.de – Foto: Pixabay

Vorgestern bin ich morgens mit dem Hund gegangen. Es hat geregnet. Also habe ich mir meine Regenjacke angezogen und mich auf den Weg gemacht. Als wir so unsere Runde drehten, dachte ich: „Wie schön, endlich bekommen die Pflanzen mal wieder Wasser. Wie satt das Grün gleich wieder aussieht!“ Ich nahm einen tiefen Atemzug und genoss die feuchtigkeitsgeschwängerte Luft, die alle Düfte besonders zu intensivieren schien. Ich lächelte zufrieden.

Gestern bin ich morgens mit dem Hund gegangen. Es hat geregnet. Also habe ich mir meine Regenjacke angezogen und mich auf den Weg gemacht. Als wir so unsere Runde drehten, dachte ich: „Na toll, jetzt ist die Zeit, um morgens Joggen zu gehen, wahrscheinlich auch vorbei. Muss ich wohl wieder ins sauerstoffarme Fitness-Studio. Was da Zeit verloren geht! Und ob ich mich dazu regelmäßig aufraffen kann? Und was ist das denn für ein grauer Himmel heute? Total trübe. Naja, passt zur Stimmung.“
Einen Moment später musste ich dann doch lächeln – weil mir folgender Gedanke durch den Kopf schoß: „Na, da hat heute wohl wieder Grumpy das Sagen!“

Grumpy, zu Deutsch auch Mauli, ist der Name einer der Schlümpfe. Mauli ist ständig schlecht gelaunt und findet immer einen Grund zu meckern oder zu motzen. Richtig miesepetrig eben.

Keine Ahnung, wo er herkam, aber der Gedanke mit den Schlümpfen gefiel mir. Irgendwie sind Stimmungen wie diese Truppe Schlümpfe. Sie wohnen alle in Schlumpfhausen – gehören einfach zusammen, jeder mit seinem ganz eigenen Tick. Jeder leistet seinen Beitrag, aber nicht jeder Beitrag ist in jeder Situation angemessen oder hilfreich. Dennoch, sie anzunehmen und in ihrer Art wohlwollend und mit einem Schmunzeln zu betrachten (so wie es Papa Schlumpf tut), stimmt versöhnlich. Am oben genannten Tag auch meinen Grumpy. Den Rest des Tages hat er noch ein bisschen leise im Hintergrund gemault, sich aber sonst zurückgehalten. Ich hatte beschlossen, lieber wieder mit dem weisen Papa Schlumpf in Dialog gehen zu wollen :-))

Also – sei freundlich zu Deinen Schlümpfen – sie sind ein Teil von Dir. Lerne sie mit all ihren Ecken und Kanten kennen – vom rechthaberischen Schlaubi Schlumpf über den Angsthasen Panicky bis hin zum antriebslosen Fauli. Lade sie ein, schenke ihnen Gehör – und dann entscheide Du, wen Du an Deiner Seite haben möchtest, um eine gute Zeit zu haben.

Na, welcher Schlumpf ist Trumpf?

Eine schlumpfige Woche Dir,

Deine Birgit

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