Mach Dich auf den Weg – auf Deinen!

Foto: Pixabay

Heute möchte ich eine Geschichte mir Dir teilen, die ich in einem TEDx Talk von Meister Shi Hen Yi (Shaolin Mönch) entdeckt habe (Link unter diesem Artikel, falls Dich der ganze Talk interessiert.)
Weil ich Geschichten liebe!
Weil bald Weihnachten ist – und Weihnachten die Zeit der Geschichten ist.
Und weil ich finde, sie passt hervorragend in diese Zeit in der wir oft darüber nachdenken, welchen Weg wir im Folgejahr einschlagen sollen.
Lass Dich inspirieren.

Ein Mann lebte in der Nähe eines Berges. Jeden Tag dachte er: „Wie es wohl ist, diesen Berg zu erklimmen? Und wie wohl der Blick vom Gipfel ist?“ Schließlich kam der Tag, an dem der Mann sich aufmachte. Als er am Fuß des Berges ankam, traf er auf den ersten Reisenden. Also fragte er ihn: „Wie sind Sie auf den Berg gekommen und was haben Sie auf dem Gipfel gesehen?“ Und der Reisende teilte seinen Weg und die Aussicht, die er hatte. Der Mann aber dachte sich: „Was dieser Reisende beschrieben hat, klang recht anstrengend. Ich muss einen anderen Weg nach oben finden.“ Also lief er weiter am Fuße des Berges entlang, bis er den nächsten Reisenden traf. Und wieder fragte er ihn: „Wie sind Sie auf den Berg gekommen und was haben Sie oben gesehen?“ Und auch dieser Reisende teilte seine Erfahrungen. Noch immer unentschlossen, welche Route er nehmen sollte, fragte der Mann noch 30 weitere Reisende. Als er mit ihnen allen gesprochen hatte, fasste er schließlich einen Entschluss: „Jetzt, da so viele Menschen schon ihren Weg und Ihre Sicht vom Gipfel mit mir geteilt haben, brauche ich ja gar nicht mehr da hoch.“

„Man kann Dir den Weg weisen, aber gehen musst Du ihn selbst.“

Bruce Lee

Wie bedauerlich, dass sich dieser Mann nie auf die Reise gemacht hat. Denn:

  • Jeder von uns muss seinen ureigenen Weg finden, Berge zu bezwingen.
  • Es mag zwar die Möglichkeit geben, Informationen durch Worte zu teilen – aber es ist unmöglich, die Erfahrung der Klarheit zu teilen, die uns zuteil wird, wenn wir selbst auf dem Gipfel stehen.
  • Welche Anstrengungen für uns nötig sind, um den Gipfel zu erreichen, können wir nur selbst rausfinden. Nur so erlangen wir mehr Kenntnis über uns selbst.
  • Mehr Klarheit über uns selbst bedeutet, auch andere Dinge klarer zu sehen, sich bewusst zu werden, welche Entscheidungen für uns die richtigen sind, um unseren Zielen näher zu kommen. Wir können aus uns selbst heraus entscheiden, erlangen Glauben in uns selbst – und verlieren so die Zerrissenheit, Zweifel und die Unsicherheit, die immer weiter wächst, je mehr Menschen uns etwas raten.
  • Diese Klarheit steigert unseren Fokus und unsere Entschlossenheit = weniger Ablenkung = mehr Erfolgserlebnisse = mehr Selbstwirksamkeit = mehr Glück!

Gibt es einen Berg, den zu erklimmen Du „aufgegeben“ hast – der Dir aber dennoch keine Ruhe lässt?

Wo verlässt Du Dich auf die Wege anderer, weil Du bisher Deinen eigenen nicht erkundet hast?

Welches soll Dein Gipfel für das nächste Jahr werden?

Mach Dich auf den Weg!

Deine Birgit

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