Go with the flow – Qi Gong

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Wenn wir in meinen Seminaren zum Thema Stress-Management und Balance gemeinsam Erfahrungen austauschen über verschiedene Methoden, die uns entspannen, wird eines immer ganz deutlich: so unterschiedlich wie unser Stressempfinden ist, ist auch die Wirkung verschiedener Entspannungsmethoden auf uns. Was den einen in Sekunden von null auf hundert bringt, ist für den anderen überhaupt kein Thema. Und während die eine stundenlang für sich alleine sein kann, ohne Input, und in der Ruhe und der Abgeschiedenheit Entspannung findet, braucht der andere Bewegung, um in Balance zu kommen.

Um für Dich herauszufinden, was sich am besten eignet, um körperliches, seelischen und geistiges Wohlbefinden zu erlangen, brauchst Du zweierlei:

  • Kontakt und eine neugierige, annehmende Haltung Dir gegenüber: Ein Gespür für Dich, Deinen Körper und Deine Empfindungen – und die Annahme dessen, was ist.
  • Kenntnis über verschiedene Methoden, damit Du ausprobieren kannst, worauf Du am besten ansprichst.

In den letzten Beiträgen habe ich einige ruhigere Entspannungsmethoden vorgestellt. Daher möchte ich Dich heute einladen, ein wenig mehr in Bewegung zu kommen.

Eine sehr angenehme Form der bewussten und ruhig gesteuerten Bewegung findet sich im Qigong.

Qigong ist eine chinesische Meditations-, Konzentrations- und Bewegungsform zur Kultivierung von Körper und Geist. „Qi“ bedeutet übersetzt Lebensenergie und „gong“ kann mit „üben“ übersetzt werden.

In der Traditionellen Chinesischen Medizin fließt das Qi durch sogenannte Meridiane (Energieleitbahnen) durch unseren Körper. (Das sind übrigens dieselben Leitbahnen, die sich die Akkupunktur zunutze macht.)

Die Qigong Übungen sollen dabei helfen, dass die Energie ungehindert fließen kann. Dabei gibt es klassische Bewegungsabläufe, die mit der Vorstellung von inneren Bildern verknüpft sind. Die Kombination aus Bewegung, Ruhe und Konzentration entspannt Körper und Geist und fördert die Fokussierung (Aufmerksamkeitslenkung) sowie die natürliche Beweglichkeit und Stabilität. Eine gute Möglichkeit also, auch mir Dir selber wieder besser in Kontakt zu kommen.

Mach Dir am besten selbst einmal ein Bild: unter diesem Link findest Du ein ganz gutes „Mini Qigong Programm“ um Energie zu tanken.

Nimm Dir dafür ca. 10 Minuten Zeit – vielleicht am Abend, um zur Ruhe zu kommen?

Ob eine Entspannungsmethode Wirkung zeigt, hängt übrigens auch maßgeblich davon ab, wie oft Du sie zum Einsatz bringst. Oft höre ich: „Ja, …. habe ich auch schon mal ausprobiert – das ist aber nix für mich“. Beim Nachfragen wird dann klar, dass es bei einer Einheit geblieben ist.

Sicherlich gibt es Methoden, die Dich von vornherein mehr oder weniger ansprechen – und was Du über die jeweilige Methode denkst, kann natürlich auch ihre Wirkung beeinflussen. Aber die Effektivität bereits nach ein- oder zweimal zu beurteilen ist, als wenn Du ein Samenkorn pflanzt, es zwei Tage lang gießt und dann enttäuscht damit aufhörst, wenn sich nicht gleich ein Trieb zeigt. (Glaub mir, ich weiß wovon ich spreche – mein zweiter Vorname ist „Ungeduld“ :-)) Und länger an etwas dranbleiben, Durchhaltevermögen ist in unserer heutigen Zeit der Erlebnisdichte und unendlichen Möglichkeiten auch nicht mehr so üblich und beliebt.

Also nimm Dir Zeit, lass Dich darauf ein, lerne und beobachte, was passiert – sagen wir einmal täglich für mindestens 4 Wochen.

So geht Entschleunigung.

Ich wünsche Dir eine wundervolle Woche – go with the flow!

Deine Birgit

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