Yoga – mehr als der herabschauende Hund

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Verhalte Dich anderen gegenüber gewaltlos und ehrlich und handle mit Hingabe, Ausdauer und reinem Herzen.
Hättest Du bei diesen Worten an Yoga gedacht?

Am 21. Juni ist Weltyogatag.
Seit einiger Zeit scheint Yoga „gesellschaftsfähig“ zu sein. Menschen assoziieren damit nicht mehr gleich verknotete Beine und Mantra singen. Nicht zuletzt durch die gestiegene Anzahl an Yogastudios und Yoga-Arten und durch Unternehmen, die ihren Mitarbeitern Business Yoga bieten, hat sich das Bewusstsein für Yoga verändert.

Dennoch stellen sich die meisten unter Yoga nach wie vor erst einmal Körperübungen vor. Tatsächlich sind Asanas, wie die Übungen genannt werden, nur einer von insgesamt acht Aspekten, die die Yoga Philosophie ausmachen. Yoga kann und ist mehr. Und auch wenn seine Ursprünge weit zurückreichen, sind die einzelnen Elemente der Philosophie aktueller denn je.

Yoga ist ein traditioneller Weg zu einer gesunden Lebensführung, eine „exakte Wissenschaft, ein perfektes, praktisches System der Selbstbildung“.
– Swami Sivananda

Dabei befasst sich Yoga mit der Einheit aus Körper, Geist und Seele. Der achtgliedrige Weg des Yoga (auch Ashtanga) basiert auf den Lehren des Yogi Patanjali, der ca. 400 v. Chr. lebte. Die acht Wege bauen aufeinander auf und bilden eine Einheit. Sie liefern praktische Tipps, um den Geist zur Ruhe zu bringen und inneren Frieden zu erlangen. Das folgende Bild gibt Dir einen kleinen Vorgeschmack auf das ganzheitliche Yoga Konzept.

Bild: Birgit Baldauf

Wenn Du Yoga einmal ausprobieren möchtest, ist folgendes empfehlenswert:

  1. Praktiziere unter persönlicher und professioneller Anleitung. Besonders für Anfänger sind Apps oder Youtube Videos meines Erachtens nicht geeignet. Um die korrekte Ausführung der Asanas zu lernen braucht es einen erfahrenen Yogalehrer, der Deine Haltung korrigiert, falls nötig. So lassen sich Verletzungen und Schmerzen vermeiden.
  2. Beginne mit einem sanften Yoga Stil. Um ein Gefühl für Deinen Körper und Deine Möglichkeiten zu bekommen, eignet sich besonders am Anfang z.B. der klassische Hatha Yoga.
  3. Bleib bei Dir. Yoga ist kein Wettbewerb. Es geht um Deine Stabilität und Dein Wohlbefinden. Orientiere Dich also immer an dem, was DU bei der Ausführung der Übungen empfindest, wo DEINE Grenzen liegen und was DIR gut tut.
  4. Praktiziere in einem Yoga Studio. Ein guter Yoga Lehrer wird zum Ankommen und Ausklingen der Yoga Stunde auch andere Elemente der Yoga Philosophie einfließen lassen, z.B. die Selbstreflexion am Anfang und die Kontemplation am Ende. In einem eher an Fitness orientieren Sportstudio ist das unwahrscheinlicher. Außerdem ist es aufgrund der Atmosphäre in einem Yoga Studio viel leichter, zur Ruhe zu kommen und die Stunde bewusst zu erleben. Oft gibt es bei entspannter Stimmung Tee und Sitzmöglichkeiten zum Verweilen und Nachspüren.

Wo auch immer Du Deine Übungsmatte ausrollst – sei gut zu Dir!

Namasté,

Birgit

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