Nüscht

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Heute möchte ich Dich herzlich dazu einladen, etwas zu machen, was super wichtig für Deine persönliche Weiterentwicklung ist: nix!

Ja, Du liest richtig! Wachstum findet nämlich nicht während der Phasen der Anstrengung statt – sondern in darauffolgenden Ruhezeiten.
Das ist nicht nur beim Sport so, wo der Muskelaufbau erst durch Trainingspausen möglich wird. Das Prinzip findet sich auch in anderen Bereichen wieder:

Lösungen finden wir leichter, wenn wir uns die Aufgabenstellung vor Augen führen – und dann gedanklich loslassen (nicht umsonst hat man zündende Ideen selten, wenn man lange genug grübelt sondern eher in Momenten, an denen wir gar nicht mehr an das Problem denken).

Emotionen verarbeiten wir unter anderem im Schlaf, z.B. durch Träumen (es träumt übrigens jeder – nur kann sich nicht jeder dran erinnern).

Lernerfahrungen verinnerlichen wir, wenn wir dem Geist Ruhe gönnen, um sie in unserer Synapsen-Bibliothek richtig einzusortieren.

Bevor Du mich jetzt beim Wort nimmst, und abschaltest, gibt es noch eine Sache, die dabei wichtig ist: Deine emotionale Einstellung. Dein „fauler Tag“ wirkt sich nur positiv aus, wenn Du ihn Dir auch wirklich erlaubst und ihn in Ordnung findest – ohne schlechtes Gewissen!

Also – gönn Dir!

(Und wenn Du’s brauchst – ich erteile Dir hiermit offiziell die Erlaubnis dazu ;-))

Deine Birgit

Wundermittel Sport

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Als ich gestern Morgen auf meiner Joggingrunde entlang des Neckars war, die feuchte Herbstluft in der Nase und die Morgensonne im Rücken, da dachte ich: Sport ist einfach genial. Fast fühlte es sich so an, als könne ich der ganzen angespannten Situation – die ja nun mit dem Soft Lock Down in eine weitere Runde geht – davonlaufen. Und ein bisschen ist das auch so.

Deshalb will ich diese Woche mal eine Lanze für den Sport brechen.

Dabei muss es nicht Laufen sein  – egal, mit welchen Sportart Du ins Schwitzen kommst – sie wird Dir auf mehreren Ebenen gut tun und genau das liefern, was Du brauchst, um körperlich und seelisch gestärkt zu bewältigen, was auch immer auf Dich zukommen mag.

Damit es uns im Sinne der Salutogenese (Konzept, das erforscht, wie Gesundheit entsteht und erhalten werden kann) gut geht, brauchen wir ein Gefühl von Sinnhaftigkeit, Verstehbarkeit und Handhabbarkeit dessen, was passiert und womit wir uns beschäftigen.

Gut geht es uns folglich,  wenn wir

  • selbstbestimmt agieren können
  • ein Gefühl von Kontrolle haben
  • Selbstwirksamkeit erfahren
  • einen Beitrag zu etwas Sinnvollem leisten
  • etwas tun, was wir „drauf haben“, das uns fordert und fördert – bestenfalls sogar in den Flow kommen lässt
  • Erfolgserlebnisse haben

Eine regelmäßige Sporteinheit kann eine Insel in Deinem Alltag sein, die all das beinhaltet!

  • Du bestimmst, wann, wo, was und wie oft Du trainierst.
  • Du kannst den Ablauf kontrollieren, in Deinem Tempo und Rhythmus trainieren.
  • Dir die Sporteinheit vorzunehmen, sie erfolgreich durchzuziehen und nach einer Weile sogar positive Veränderungen an Dir wahrzunehmen stärkt Dein Selbstwertgefühl und Dein Selbstbewusstsein –  und gibt Deinem Ego einen Schub – Du hast es voll drauf!
  • Außerdem leistest Du einen wertvollen Beitrag zu Deiner Gesundheit – nicht nur der körperlichen, sondern auch der seelischen.

„Der Seele hilft alles, was auch dem Körper gut tut.“
Prof. Dr. Manfred Spitzer

Wenn Du dann noch eine Aktivität wählst, die Dir richtig Spaß macht oder sie mit etwas verknüpfst, dass Dir Freude bereitet, um Dich zu motivieren (z.B. einem schönen Ort in der Natur oder Deiner Lieblingsmusik auf den Ohren), dann ist das Ganze noch viel wirksamer.

Also, nimm das Ruder Deines Wohlbefindens in die Hand und genieße Deine sportliche Insel – am besten an der frischen Luft! (Trimm Dich Pfade im Wald erfreuen sich übrigens gerade wieder steigender Beliebtheit ;-))

Sei gut zu Dir und lass es Dir gut gehen!

Deine Birgit

Siehst Du Menschen in 3D?

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„Dass es hinter’m Horizont weitergeht, kann man nur erfahren, wenn man in der Lage ist, ihn zu überschreiten.“

Wie bereichernd aber auch herausfordernd es sein kann, den eigenen Horizont zu erweitern, d.h. seine mentalen oder auch körperlichen Grenzen zu überschreiten, ist mir wieder in den Sinn gekommen, als ich mich an eine Film-Reihe erinnert habe, die ich von ein paar Jahren auf YouTube gesehen habe.

Es handelt sich um HUMAN von Yann Arthus-Bertrand (Link am Ende des Artikels).
Als Fotograf, Journalist und Umweltschützer ist Arthus-Bertrand unter anderem bekannt für seine atemberaubenden Aufnahmen aus der Vogelperspektive. Die Filmreihe HUMAN besteht aus drei Teilen, die keine Filme im klassischen Sinne sind. Gezeigt werden innerhalb von jeweils 90 Minuten die Gesichter von Menschen unterschiedlicher Herkunft, Geschlechter, Altersklassen und Kulturen vor einem schwarzen Hintergrund. Diese Menschen berichten über Ihre Erfahrungen und Ansichten und zu den“großen Themen der Menschheit“ wie Liebe, Krieg, Tod, Armut, Arbeit etc. Die Nahaufnahmen der Menschen wechseln sich dabei mit Aufnahmen ihrer Länder aus der Vogelperspektive ab.

So einfach das Konzept der Films auch klingt, alle drei Teile haben mich total in ihren Bann gezogen. Der Blick in die Augen dieser Menschen – und gleichermaßen in ihre Seele und das, was sie bewegt hat etwas in mir in Gang gesetzt. Gerade, dass die im Film getätigten Aussagen einfach so stehen bleiben, ohne kommentiert oder bewertet zu werden bewirkt, das sich dieser Prozess in den Zuschauer verlagert. Du bekommst nicht gesagt, was Du darüber denken sollst – stattdessen konfrontiert Dich der Film innerlich mit Deiner eigenen Meinung.

Manche Ansichten und Geschichten wirkten vertraut und verständlich, andere haben mich doch sehr herausgefordert, zum Staunen und an die Grenzen meiner bisherigen Überzeugungen gebracht. Denn als ich Situationen plötzlich aus der Perspektive der erzählenden Person wahrgenommen habe, mit allen damit verbundenen Emotionen, veränderte sich mein innerer „Kommentar“ und mein Blick wurde weiter. Es war, als wenn ich bisher nur von einer Seite auf einen Gegenstand geschaut hätte und mich jemand einlädt, einmal um den Gegenstand herumzugehen und ihn von hinten zu betrachten.

Das Bild wird kompletter, bekommt neue Facetten und Dimensionen, wird 3D.

Wie oft betrachten wir die Welt in 1D?

Wie oft wollen wir unseren Standpunkt nicht verlassen und in eine andere Perspektive wechseln?

Warum sollten wir?

Weil die Welt in 3D viel schöner ist 🙂

Im Ernst: 

Sich auf die Perspektive eines anderen einzulassen, den Blick und das Herz zu weiten und so den eigenen Horizont zu erweitern, hat viele Vorteile:

Je mehr wir gesehen haben – und sei es nur durch die Augen des anderen, desto …

… leichter fällt es uns, Unterschiede anzuerkennen. Wir sehen sie nicht mehr als Hindernis, sonderen nehmen sie als gegeben hin oder sehen sogar als Bereicherung.

… mehr halten wir auch für möglich. Wenn wir mehr für möglich halten, generieren wir mehr Handlungsoptionen. Mehr Handlungsoptionen wiederum führen zu besseren Entscheidungen und verbesserter Problemlösung. Und wenn wir Probleme leichter lösen können haben wir weniger Stress. Wir werden also „fitter“ im Sinne von anpassungsfähiger.

… bewußter werden wir uns underer eigenen Perspektive, spüren unsere Grenzen und wo wir Gefahr laufen, uns „abzugrenzen“.

… bewußter werden wir uns, dass das, was für uns normal sein mag bei anderen ein komisches Gefühl hervorrufen kann und umgekeht. Dadurch verbessern wir unsere soziale und emotionale Kompetenz.

… dankbarer blicken wir auf viele Aspekte in unserem eigenen Leben.

… demütiger werden wir in Bezug auf unsere Überzeugungen.

… facettenreicher nehmen wir die Welt und die Menschen wahr.

…  besser wird unsere Fähigkeit, uns wirklich auf unser Gegenüber einzulassen und Verbindung aufzubauen.

Das Gute daran ist: die Welt wird für uns dadurch viel bunter und vielfältiger. Der Preis dafür ist, dass wir uns von doch recht einfachem schwarz-weiß / gut-schlecht Denken verabschieden müssen. Das kann herausfordernd sein, denn die eigenen Überzeugungen dessen, was falsch und richtig ist oder wer gut und wer Böse ist, geben uns vermeintliche Orientierung, Halt und Sicherheit. Aber sie hindern uns auch gleichermassen daran, wohlwollend, offen und mit den besten Absichten aufeinandern zuzugehen.

Wenn Du bereit bist, die Menschen in 3D zu sehen, dann

  • nimm Dir doch in der nächsten Woche mal Zeit und höre jemandem offen zu, den Du „so gar nicht verstehst“. Lass Dich ein und werde Dir Deiner Grenzen bewußt – um sie dann ganz sanft aufzulösen.
  • suche Dir eine Möglichkeit, ehrenamtlich in einem Bereich tätig zu werden, der Dir neue Perspektiven eröffnet (z.B. Aushelfen in der Suppenküche, Vorleser für Kinder …)
  • schau doch mal in HUMAN rein – oder wenn Du mehr auf Action stehst: ich finde, der Film „Avatar – Aufbruch nach Pandora“ bietet auch wunderbare Ansätze zum Perspektivwechsel. (Der lief witzigerweise sogar in 3D im Kino ;-))

Viel Erfolg beim Blick durch die 3D Brille – es gibt viel zu entdecken!

Deine Birgit

HUMAN – Teil 1
HUMAN – Teil 2
HUMAN – Teil 3

Avatar – Aufbruch nach Pandora

7 Tipps für Alleinesein ohne Einsamkeit

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Der Mensch ist ein soziales Wesen. Auch wenn Du Dich vielleicht manchmal nach ruhigen Momenten sehnst, in denen Du für Dich alleine sein kannst – wir brauchen den Kontakt zu anderen Menschen, den Austausch, das Zugehörigkeitsgefühl, ein Gefühl der Bindung.

Gerade deshalb sind die letzten Wochen und Monate auch aus psychologischer Sicht eine große Herausforderung.

Nicht nur, weil wir Abstand halten müssen und durch die Masken nur noch einen Bruchteil der vielsagenden Mimik des anderen wahrnehmen können, sondern auch, weil für manche im Homeoffice schnell ein Gefühl des sozialen Abgekoppelt-Seins aufkommen kann. Wer dann noch durch Kurzarbeit das Gefühl, einen Beitrag zu leisten, entzogen bekommen hat und alleine zuhause ist, sollte darauf achten, nicht in ein Fahrwasser zu geraten, in dem sich Alleinesein plötzlich in das Gefühl der Einsamkeit verwandelt.

Die folgenden Punkte können Dir dabei helfen, trotz widriger Umstände die Zuversicht und das seelische Wohlbefinden zu wahren:

  1. Geregelter Tagesablauf: Für viele ist nichts mehr so, wie es einmal war; es wird in geringerem Umfang gearbeitet – oder die Arbeit ist vorübergehend weggefallen oder muss an einem anderen Ort erledigt werden. Was auch immer sich geändert hat, versuche einen geregelten Tagesablauf zu wahren. Routinen geben unserer Seele Halt und Sicherheit – und kompensieren den Umstand der vielen anderen Unwägbarkeiten. Solltest Du aktuell in 100% Kurzarbeit sein, stehe dennoch zur selben Zeit auf und starte wie gewohnt in den Tag. So schön der Gedanke auch erst einmal sein mag, in den Tag zu leben, vermeide es, zu „versumpfen“. Selbst im Homeoffice hat sich mittlerweile ein Trend durchgesetzt, der dem Hirn die Signale für „Arbeitsstart“ und „Feierabend“ vermitteln soll: das Fake Commuting. Manche Homeoffice ArbeiterInnen gehen morgens wie gewohnt aus dem Haus – als ob sie zur Arbeit gehen, und kehren dann nach einer Runde um den Block an ihren Arbeitsplatz (Zuhause) zurück. So gelingt es auch leichter, vom Arbeits- in den Privatmodus zu wechseln.
  2. Tagesplan und bewusster Start: Auch ohne oder mit reduzierter Arbeit: mache Dir einen Tagesplan mit den wichtigsten Aufgaben, die Du erledigen möchtest. Da gibt es sicherlich vieles, was Du schon immer mal machen wolltest: die Fortbildung, den Garten pflegen, die Sport-Einheit, Reparaturen im Haushalt … Aufgaben erfolgreich zu erledigen gibt uns das befriedigende Gefühl des Beitrags und der Selbstwirksamkeit. Und dann …
  3. Mache Dir Deine Erfolge bewusst: wenn Du eine Aufgabe erledigt hast, mache eine kurze Zäsur, bevor Du Dich an die nächste machst. Und blicke am Abend zurück auf den Tag und notiere, was Du alles erledigt hast.
  4. Gesunder Lebensstil: Achte auf ausreichend Schlaf, gesunde Ernährung und Deine tägliche Bewegungseinheit. Ein ausgeglichener und gesunder Körper ist eine gute Ressource, wenn Dein Geist aus dem Gleichgewicht kommt (was er seltener tut, wenn wir körperlich ausgeglichen sind).
  5. Tu Dir Gutes: Mach es Dir schön, lass Dir z.B. ein Bad ein, lies in aller Ruhe in Deinem Lieblingsbuch, handwerke oder beschäftige Dich mit etwas anderem, dass Dir Kraft und Freude bringt. Dazu gehört auch, dass Du es Dir Wert bist, Dir mit Freude und Sorgfalt regelmäßige Mahlzeiten zuzubereiten.
  6. Fünfe-grad-sein-lassen-Tag: Ja, Du darfst ihn Dir gönnen – ab und an einen Tag, an dem Du „die Zügel schleifen lassen kannst“. Lange im Bett bleiben, Binge Watching Deiner Lieblingsserie, Couching, Pizza in Ofen schieben — wie auch immer es für Dich aussieht. Lass mal los.
  7. In Kontakt bleiben: auch wenn wir es für einen schlechten Ersatz halten – aber Telefonate und Video-Calls sind immer noch besser als kein Kontakt! Also verabrede Dich doch mal zum virtuellen Kaffee oder eine gemeinsamen Gläschen Wein über Zoom oder Skype. Bis es wieder unbeschwert persönlich möglich ist, ist das eine gute Variante, um sich „risikofrei“ zu sehen.

Pass auf Dich auf und sei gut zu Dir! Du hast Dich – und Du bist wunderbar!

Bleib gesund,

Deine Birgit

Geist auf Wanderschaft

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Heute habe ich einen Artikel darüber gelesen, dass es gut ist, die Gedanken auch einmal wandern zu lassen. In der heutigen Zeit der Optimierung und Effizienzsteigerung wird Gedankenverlorenheit eher als kontraproduktiv angesehen. Aber weit gefehlt.

Das Korsett, in das wir unseren Geist gerne in Anbetracht der vielen zu erledigenden Angelegenheiten packen und mit dem wir ihn zum Funktionieren und kontrollierten Abarbeiten bringen wollen, kann geradezu das Gegenteil bewirken.

Richtig ist – Fokus ist gut und wichtig. Wenn wir uns einer Aufgabe widmen, sollten wir mit voller Aufmerksamkeit dabei sein. Wenn aber aus fokussierter Konzentration angestrengte Kurzsichtigkeit wird, ist es mit der Produktivität schnell vorbei.
Vielleicht kennst Du das – es fühlt sich dann an, als wenn sich Dein Geist in die Aufgabe „verbissen“ hat. Wie ein Bullterrier. Der Blick wird immer enger, die Stimmung immer angestrengter, der Nacken immer steifer. Du vergisst zu trinken, zu essen und hockst stundenlang dran. Aber statt eines beschwingten Flow wirst Du gefühlt immer langsamer.

Manchmal wandert Dein Geist gerade aus einer solchen Situation heraus ab.
Doch anstatt ihn streng zurückzurufen, lass ihn mal. Vielleicht ist es gerade dann wichtig, Dich aus Deiner Anspannung zu holen.
Manchmal driften die Gedanken aber auch ab, wenn man ihnen Raum dazu gibt. Einfach mal durchatmet und sich zurücklehnt.

„Ich habe nie durch den Prozess des rationalen Denkens eine meiner Entdeckungen gemacht.“
Albert Einstein

Aus welcher Situation heraus auch immer Dein Geist beschließt, seine eigenen Weg zu gehen – lass ihn frei und folge ihm locker und neugierig auf seinem (manchmal chaotischen) Pfad. Gönne Dir und Deinem Kopf die mentale Lockerungsübung und genieße den gedanklichen Ausflug wie einen Spaziergang – einfach nur um des Spaziergangs Willen.

Vielleicht kommst Du auf neue Ideen. Die besten Ideen und Lösungen finden sich ja meistens in den ungewöhnlichsten Momenten (gerade wenn man nicht nach ihnen sucht).

Sicher wird es Dir aber danach wieder leichter fallen, Dich zu konzentrieren und Dich Deinen Aufgaben wieder mit Freude zu widmen.

Frohes Driften und gutes Gelingen für die kommende Woche!

Deine Birgit

Du kannst. Ende der Geschichte.

Na, wie war Deine Woche so?
Hättest Du eigentlich mehr Sport machen sollen?
Wolltest Du eigentlich mal wieder Deine Familie anrufen?
Solltest Du in diesem Online Kurs nicht schon viel weiter sein?
Würdest Du viel lieber alles auf der To Do Liste abgehakt sehen?

Schau zurück – was Du vergangene Woche getan und erfolgreich erledigt hast, womit Du Deine Zeit verbracht hast, ist ein Spiegel dafür, was Dir (bewusst oder unbewusst) wichtig war.

Es ist simpel:
Wenn Du „hätte – wollte – könnte – sollte“ nicht gemacht hast, war es Dir nicht wichtig.
Oder was anderes war Dir wichtiger.
Und falls Du rückblickend lauter Dinge gemacht haben solltest, die Dir nicht wichtig waren – dann wird es höchste Zeit, mal genauer hinzuschauen, wie das passieren konnte.
Kassensturz.
Reality Check.
Stell Dich – auch wenn’s vielleicht unbequem ist.
Einsicht und Annahme schafft Klarheit und macht den Weg frei.
Spar Dir das „hätte-könnte-sollte“ Jammern – und die Energie. Investiere sie weiser.

Es wird immer mehr Aufgaben und Möglichkeiten als Zeit geben.
Es ist allerdings ein Unterschied, ob Dinge deshalb „hinten runterfallen“ (vielleicht gerade die, die Dir wichtig sind?) – oder ob Du sie bewusst von der Agenda nimmst, z.B. mal nein sagst, oder Dir einfach eine realistische Zeitgestaltung eingestehst und erlaubst – um sicherzustellen, dass für „hätte-könnte-sollte“ Zeit und Raum ist.
Und Deinen Frieden damit schließt.

Du hast die Wahl – willst Du als GestalterIn oder GetriebeneR durch die nächste Woche gehen?

Was ist Dein hätte-könnte-sollte-wollte?
Was ist Dir nächste Woche wichtig?
Schreib es nicht auf die To Do Liste, sondern mach es – wenn möglich gleich.

Womit Du Deine Zeit verbringst und was Du tust zeigt der Welt und Dir, was Dir wirklich wichtig ist.

Nimm das Ruder in die Hand!

Deine Birgit

Ab in den Wald

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Ich liebe den Wald. Das ganze Jahr über. Aber jetzt im Herbst besonders, da er ein Fest für die Sinne ist. Dieses Farbenspiel der bunten Blätter, die intensiven Gerüche, die durch die feuchtere Luft noch deutlicher in die Nase dringen, der durchnässte, weiche Waldboden, die Blätter, die langsam zu Boden sinken ….

Und gerade weil jetzt die Temperaturen sinken und das Wetter häufiger von Regenschauern und hoher Luftfreuchtigkeit dominiert wird, ist es besonders wichtig, Zeit im Freien zu verbringen. Wer seinen Körper jetzt kontinuerlich in der warmen Wohnung und auf der gemütlichen Couch parkt, der ist besonders anfällig für Erkältungen – nicht nur, wenn er kälteren Temperaturen ausgesetzt ist.

Bewegung an der frischen Luft stärkt die Gesundheit und Bewegung im Wald stärkt das Immunsystem in besonderem Maße. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass bereits ein Tag im Wald die Zahl unserer natürlichen Killerzellen um fast 40% steigert! Und das für sieben Tage.

Und was könnten wir zur Zeit besser gebrauchen als ein stabiles Immunsystem?

Die positive Wirkung des Waldes auf die Gesundheit ist mittlerweile gut erforscht.

Es war Anfang der 80er Jahre, als die Japanische Forstbehöre empfahl, regelmäßige Ausflüge in den Wald als wichtigen Aspekt eines gesunden Lebensstils zu etablieren. Daraus entstand Shinrin Yoku, das sogenannte Waldbaden.

Was der Wald für uns tun kann

Es ist nachgewiesen, dass der Wald wie eine Art Aromatherapie wirkt.

Er kann …

  • mit seiner Ruhe und den natürlichen Geräuschen und Gerüchen zur Entspannung beitragen
  • den Cortisol Spiegel im Blut senken (Stress lindern)
  • mit seinen Eindrücken dabei helfen, vom Alltag abzuschalten
  • Muskelverspannungen lindern
  • die Atemwege und Schleimhäute befeuchten
  • Depressionen und Burnout vorbeugen
  • den Blutdruck senken
  • Herz-Kreislauf Erkrankungen vorbeugen

Wie der Wald uns hilft

Es sind mehrere Gegebenheiten im Wald, die zu seiner gesundheitsfördernden Wirkung beitragen:

  • erhöhte Konzentration an Sauerstoff in der Luft
  • erhöhte Luftfeuchtigkeit (gut für die Abwehrfunktion der Schleimhäute)
  • Umwelteinflüsse wie Hitze oder Kälte werden durch das Blätterdach gemildert
  • das Blätterdach dient gleichzeitig auch als Lärmschutz und sorgt für ein weiches Licht, dessen Grüntöne beruhigende Wirkung haben
  • Terpene, von den Pflanzen ausgeschüttete Botenstoffe, wirken sich positiv auf unser Immunsystem aus. Wir nehmen sie über die Haut und die Atmung auf.

Wie Du den Wald nutzen kannst

Bereits regelmäßige Spaziergänge im Wald wirken sich positiv auf unsere Abwehrkäfte aus (schon 20-30 Minuten pro Tag helfen, das Stresshormon Kortisol im Blut zu reduzieren.) Wenn Du darüber hinaus nach japanischer Tradition in der Atmosphäre des Waldes baden und so seine positive Wirkung verstärken möchtest, kannst Du Deinen Spaziergang bereichern, indem Du:

  • Die Umgebung bewußt mit allen Sinnen wahrnimmst – lausche dem Rauschen der Blätter und den Geräuschen der Tiere, tauche ein in die Farben, die sich Deinen Augen bieten, nimm die Gerüche wahr, die Dich umgeben, gehe bewußt und spüre den weichen Boden unter Deinen Füßen, lasse Deine Finger über die rauhe Rinde eines Baumes gleiten, lehn Dich an ihn an …
  • ein eher langsames Lauftempo wählst
  • zu einer Zeit gehst, in der Du nicht unter Termindruck stehst
  • Pausen machst und regelmäßig trinkst. Nimm Dir eine z.B. Kanne mit Deinem Lieblingstee mit und genieße ihn ganz bewußt
  • den Spaziergang mit Entspannungsübungen, wie Qi Gong, Atemübungen oder einer kleinen Meditation kombinierst.

Also – ab in den Wald & bleib gesund!

Deine Birgit

Form vor Inhalt?

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Neulich erzählte mir ein Freund, dass er gerade dabei ist, seinen Lebenslauf ins System seines Arbeitgebers einzugeben. Diesem lag sein Lebenslauf schon vor – aber eben nicht in einer Form, die „ins System passt“.  Also musste er nochmals Zeit investieren, um die Daten entsprechend zu übertragen.

Nach unserem Gespräch gingen mir folgende Fragen durch den Kopf:

Leben wir in einer Gesellschaft und Zeit, in der wir Gefahr laufen, dass Form vor Inhalt zählt?
Wäre es nicht viel wichtiger, unsere Zeit und Aufmerksamkeit den substantiellen, inhaltlichen Aspekten zu widmen als den formellen?
Mehr noch: halten wir uns so an formellen Dingen auf, dass wir die wirklich wichtigen übersehen oder vernachlässigen?
Verwehren wir uns und anderen so nicht jede Menge Entdeckungen, Offenheit und Lernchancen?

Das betrifft die unterschiedlichsten Lebensbereiche. Seien es Anschaffungen, Bekanntschaften oder die Berufswahl.

Mit Blick auf meine Realität fielen mir spontan einige Beispiele ein, bei denen ich mir durch vorgefertigte Raster beinahe wundervolle Möglichkeiten verwehrt hätte.
Die Suche nach meiner Wohnung, nach neuen Bekanntschaften, nach Mobilität…

Meine Wohnung zum Beispiel. Ich bin total glücklich, sie gefunden und den Zuschlag bekommen zu haben. Aber offen gestanden hätte ich sie mir beinahe nicht angeschaut. Nur weil ich noch so schön im Besichtigungs-Schwung war dachte ich, „Ach komm, dann nimmste die auch noch mit. Anschauen kannst se ja mal“. Aber eigentlich gab es da so viele Punkte, aufgrund derer sie durch mein Raster gefallen wäre:
Ein bisschen über Budget, Einliegerwohnung, d.h. Vermieter wohnen im Haus, es gibt keinen Kellerraum, sie liegt mitten im Ort (bestimmt total laut!!), es gibt eine Terrasse – aber Nordlage …

Das Beiseitelegen meines Filters hat mich dann folgendes entdecken lassen:

Vermieter im Haus? Zum Glück! Ich kenne jetzt zwei wundervolle Menschen mehr, die ich auch noch meine Vermieter nennen darf!
Mitten im Ort? Die Möglichkeit, alles fußläufig erreichen zu können, ob Bäcker, Supermarkt oder Yoga Studio ist ebenso phänomenal wie die Ruhe – es ist die ruhigste Wohnlage, in der ich bisher gewohnt habe. Das Haus ist in zweiter Reihe, mein Schlafzimmer nach hinten raus.
Etwas über Budget? Jeden Euro wert! Komplett renoviert mit tollen Extras einer spitzen Küche, einer riesigen Terrasse, auf der man auch an heißen Sommertagen noch draußen sitzen kann (weil Norden :-)) und ein mega cooler Einbauschrank im Eingangsbereich, der den nicht vorhandenen Kellerraum mehr als kompensiert (und wie cool ist es denn, alles in der Wohnung zu haben und nicht immer in den Keller zu müssen!?).

Ich bin dankbar für diese Entdeckung und froh, dass es mir gelungen ist, meine Vorstellungen von Form beiseite zu legen.
Für die Zukunft habe ich mir vorgenommen, mir meiner Filter auch in anderen Lebensbereichen und Situationen bewusster zu werden und sie öfter zu hinterfragen oder eben mal mutig beiseite zu legen.

Wo wählst Du noch – bewußt oder unbewußt – Form vor Inhalt?
Wo geht es Dir „ums Prinzip“?
Wo verwehrst Du Dir vielleicht unerwartet zauberhafte, neue Erfahrungen weil Situationen, Dinge oder Personen auf den ersten Blick durch Deine Raster fallen?

Kill the Filter! – es gibt soviel zu entdecken.
Lass die Neugier siegen und stürze Dich ins Abenteuer!

Deine Birgit

Ich muss entspannter werden

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„Müssen“ und „entspannen“ in einem Satz – ein Widerspruch in sich, oder?
Kommt aber häufiger vor, als man denkt.

Wir sind uns bewusst, dass wir einen Ausgleich schaffen sollten zum stressigen Alltag, dass wir auf die Gesundheit achten sollten, genug Schlaf, viel trinken, gesund ernähren und, ach ja, Sport treiben. Und zwar nicht nur Ausdauertraining, damit das Herz stark bleibt, sondern auch was für die Kraft, damit wir die Haltung nicht verlieren.
Mach Summa Summarum mindestens drei Punkte mehr auf der täglichen To Do List.
Manchmal steht da auch noch Mediation drauf.
Und dann sitzen wir da, kommen nicht zur Ruhe, die Gedanken kreisen…

„Meditation ist nichts für mich. Ich streng mich so an, nichts zu denken, aber es klappt einfach nicht. Und dann sitze ich da und ärgere mich über mich selbst, dass ich das nicht hinbekomme.“ sagte neulich jemand zu mir.
Ich konnte mir das Lachen nicht verkneifen. Zumal ich den Effekt selber kenne.

Da nehmen wir uns etwas vor, damit es uns besser geht, damit wir zur Ruhe kommen – und genau das Gegenteil passiert. Meist, weil wir die Leistungsprinzipien unseres beruflichen Alltags auch auf die Freizeit und unsere Entspannung übertragen. Und plötzlich stresst uns unser Anti-Stress-Programm.
Und wir sind z.B. im Yoga Kurs eben nicht total bei uns und achten auf unser Wohlbefinden und unsere Grenzen, sondern schielen zum Nachbarn auf der Matte nebenan, um zu prüfen, ob wir die Übung nicht vielleicht besser können.

Ich erinnere mich noch, als auch auf einen Halbmarathon trainiert habe. Das war in einer Zeit, in der ich beruflich sehr viel unterwegs war. Aber der Trainingsplan musste eingehalten werden, wenn ich mein Zeit-Ziel erreichen wollte. Was passierte war, dass mir das Laufen plötzlich keinen Spaß mehr machte, es war zu Pflicht, zum Zwang geworden. Einem Zwang, den ich mir selber auferlegt hatte. Am Ende war ich nach und durch die Laufeinheiten nicht fitter sondern noch ausgelaugter.
Den Halbmarathon bin ich trotzdem gelaufen – aber mir war klar: so wollte ich nicht weiterlaufen. Mittlerweile laufe ich wieder aus Freude. Regelmäßig, ja, aber so oft und so viel, wie ich möchte. Und ich habe Platz geschaffen für anderen Sportarten und Freizeitaktivitäten, die mir auch Spaß machen. Fühlt sich runder an. Flexibler. Lockerer. Entspannter.

Und manchmal mache ein Nickerchen, statt zu meditieren. Oder einen Spaziergang statt der Laufeinheit.
Mein Kompass für entspannende Entspannung ist meine innere Stimme geworden.
Die weiß zuverlässig, was jetzt gerade gut für mich wäre, was ich brauche. Es braucht nur Ruhe, um sie wahrzunehmen – und den Willen, auf sie zu hören.

Wie „planst“ Du Deine Entspannung?

Versuche doch in der kommenden Woche einfach mal, „neutrale“ Entspannungsinseln zu schaffen. Das können immer mal wieder ein paar Minuten zwischendrin sein, aber auch längere Phasen. Dann halte inne, atme bewusst, komme erstmal zur Ruhe und spüre in Dich rein, wonach Dir ist.

Folge dem ersten Impuls und sei (ge)entspannt, was passiert!

Auf eine entspannte Woche.

Deine Birgit

Beginne mit dem Ende im Sinn

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Für jemanden, der über Happiness und Wohlbefinden schreibt, mag dieser Artikel etwas ungewöhnlich sein.
Vielleicht auch nicht jedermanns Sache.
Aber ziemlich wirkungsvoll, wenn du Dich darauf einlässt.

Die Überschrift meines heutigen Artikels ist ein Zitat von Stephen R. Covey. Es kam mir in den letzten Tagen wieder in den Sinn, als ich mir Gedanken darüber gemacht habe, wem und was wir wieviel Raum und Zeit in unserem Leben einräumen.

Bei meiner kleinen Auszeit neulich bin ich auch an einem Friedhof vorbei gekommen und habe mich dort einfach mal eine Zeit lang auf einer Bank niedergelassen. Da waren viele Gräber von Menschen, denen das Leben 80 Jahre und mehr geschenkt hat. Aber auch eines von zwei Brüdern, die im Alter von 17 und 18 verstorben waren.

Spontan kam mir der Gedanke, dass wir oft leben, als hätten wir noch ewig Zeit.

Und dass wir uns mit unserer Endlichkeit nicht so gerne auseinander setzen. Aber wie soll ich einen „guten Zieleinlauf“ haben, wenn ich verdränge, dass irgendwann die Zielflagge wehen wird?

Das brachte dann gleich die nächsten Fragen hoch:

Was wäre ein „guter Zieleinlauf“ für mich?
Was, wenn die Flagge morgen wehen würde?
Oder in einem Jahr?
Was müsste passiert sein oder noch passieren, damit ich sagen kann, ich kann in Frieden gehen, ich hatte ein gutes Leben?
Und – wieviel davon passiert gerade in meinem Leben oder habe ich schon in die Hand genommen?

Zu schnell sind unsere Tage, Wochen und Jahre „voll“. Berufliche und private Verpflichtungen, allerlei Aktivitäten … Manches davon wählen wir bewusst, bei manchem habe wir keine Wahl und dann gibt es da noch die vielen Kleinigkeiten, die sich so heimlich reinschleichen.

Für mich war nach einigem Nachdenken klar, ich möchte am Ende möglichst wenig „Hätte-Ich-Doch“ übrig haben.

Die Frage ist doch: haben wir am Ende des Tages, der Woche, des Jahres den Menschen und Aktivitäten ausreichend Aufmerksamkeit und Zeit geschenkt, die uns wirklich wichtig sind?

Weißt Du, was Dir wichtig ist?

Um den Fokus für das „gute Leben“ richtig zu setzen, kann Klarheit in folgenden vier Aspekten helfen:

1. Was ist mir wichtig? – Kennst Du Deine Werte?

Dem, was Dir wichtig ist, kommst Du am besten über Deine Werte auf die Spur.  Werte sind eng verknüpft mit Deinen Überzeugungen, Idealen, Bedürfnissen und Deiner inneren Haltung. Sie sind  wichtig, um schnell nach unserer Definition richtige Entscheidungen treffen zu können und liefern uns Motivation und Orientierung. Stell sie Dir wir Leitsterne am Himmel vor. Immer da – auch wenn sich ab und zu mal eine Wolke davor schiebt. Wenn uns ein Leben im Einklang mit unseren Werten gelingt, fühlt es sich stimmig, richtig und gut an. Werte können sich im Laufe des Lebens aufgrund von Erfahrungen oder neuen Prioritäten (wie z.B. bei Elternschaft) auch ändern. Deshalb ist es gut, sie immer mal wieder zu überprüfen.

Deinen 3 wichtigsten Werten kannst Du mit folgender Audio Übung (in der Browseransicht) auf die Spur kommen:

Audio Übung zur Werte-Ermittlung

Eine Werteliste habe ich Dir ebenso beigefügt – ergänze Sie aber gerne, falls Deine Werte nicht aufgeführt sind:

Nimm Dir für die Übung ca. 10-15 Minuten Zeit.

Alternativ gibt es hier eine weitere Möglichkeit, Deine 3 wichtigsten Werte zu ermitteln:
https://einguterplan.de/werte-test

2. Wie lebe ich, was mir wichtig ist? – Woran kannst Du erkennen, dass Du Deine Werte lebst?

Wenn Du Deine wichtigsten Werte ermittelt hast, bist Du schon einen großen Schritt weiter. Nun sind die Werte auf dem Papier erst einmal nur große Worte. Die Frage ist aber, was bedeuten sie im täglichen Leben? Wie äußern sie sich?

Wenn Du 5 Personen fragst, wie sie z.B. Ehrlichkeit definieren, bekommst Du wahrscheinlich 5 verschiedene Antworten. Bedeutet Ehrlichkeit, immer alles zu sagen – egal welche Folgen es haben könnte? Bedeutet andererseits, etwas nicht zu sagen, unehrlich zu sein?

Hier ist es wichtig, dass Du Deine Definition findest.
Woran erkennst Du, dass Du Deine Werte lebst? In welchem Verhalten und Handeln spiegeln sich Deine drei Werte wieder? Mit wem oder was und wie müsstest Du Zeit verbringen, wenn Du den Fokus auf sie legst? Schreibe Dir für jeden Deiner Werte eine Definition und mindestens drei Verhaltensweisen / Handlungen auf

3. Wo stehe ich im Moment? – Hand auf’s Herz!

Die Frage ist jetzt: was davon findet schon so wie in Punkt 2 in Deinem Leben statt? Bei diesem Schritt ist es besonders wichtig, dass Du ehrlich zu Dir selbst bist – auch wenn es an der ein oder anderen Stelle vielleicht zu ernüchternden Erkenntnissen kommt … Diese Erkenntnisse sind wichtig, um mit Schritt vier Änderungen in die Wege zu leiten.

4. Was ist zu tun? – Segel setzen!

Mit Blick auf Schritt 2 und 3 sollte es nun einfach sein, Deinen Kurs – wenn nötig – so zu verändern, dass Du in den kommenden Tagen, Wochen, Monaten Deinem „guten Leben“ ein bisschen näher kommst. Was willst Du ändern? Wem oder was willst Du mehr Zeit widmen? Was möchtest Du anders machen?

Mit dem Ende im Sinn zu starten mag ein ziemlich heftiger Ansatz sein – aber die Kräfte, die täglich an uns ziehen, sind auch nicht zu unterschätzen. Und nur, wenn wir uns wirklich klar sind, was uns wichtig ist und uns bewußt sind, dass wir nicht ewig Zeit haben, kommen wir ins Handeln – und in ein Handeln im Sinne dessen, was jeder von uns für sich als ein gutes Leben definiert.

Auf eine WERT-volle Woche!

Deine Birgit

Referenz: Stephen R. Covey, 7 Habits of Highly Effective People