Das Streben nach Glück Teil 3: IKIGAI

Foto: Pixabay

Auf der Suche nach verschiedenen „Rezepten zum Glücklichsein“ bin ich vor kurzem auf IKIGAI gestoßen. IKIGAI ist eine Philosophie, die ursprünglich aus Japan stammt und soviel bedeutet wie „Sinn des Lebens“ oder „Freude und Lebensziel“. Dabei wird der Begriff IKIGAI in Japan gleichermaßen verwendet für Handlungen und Umstände, die glücklich machen und für den Sinn des Lebens an sich.

Mittlerweile haben sich verschiedene Autoren und Wissenschaftler dem Thema IKIGAI gewidmet. Obwohl sich die Ansichten zu IKIGAI teilweise unterscheiden, gibt es doch die folgenden Übereinstimmungen:

  1. IKIGAI ist der Schlüssel zu einem langen und erfüllten Leben.
  2. IKIGAI ist eine Kombination aus Selbstverwirklichung und Beitrag zur Gesellschaft.
  3. IKIGAI ist absolut individuell, nicht durch materielle Güter zu erreichen und erfordert die „Freiheit des Geistes“. Nur Du alleine kannst für Dich herausfinden, was Dein IKIGAI ist.
  4. IKIGAI erfordert Geduld und ist ein kontinuierlicher Prozeß.

Wie genau kannst Du Dein IKIGAI finden?

IKIGAI besteht aus 4 Aspekten (siehe auch Schaubild weiter unten):

  1. Was Du liebst
  2. Was die Welt braucht
  3. Wofür Du bezahlt werden kannst
  4. Was Du gut kannst

Die Schnittmengen der jeweiligen einzelnen Aspekte ergeben Deine Mission, Berufung, Deinen Beruf und Deine Passion.

Die Schnittmengen aller vier Aspekte wiederum ergeben Dein IKIGAI.

Schaubild: BB

Am besten näherst Du Dich Deinem IKIGAI, indem Du Dir Zeit und Muße nimmst und Dir Fragen stellst, die Dich den einzelnen Bereichen näher bringen:

  1. Was Du liebst: Was zaubert Dir ein Lächeln ins Gesicht, wenn Du daran denkst? Worüber redest Du gerne? Was fasziniert Dich? Womit könntest Du Stunden verbringen? Was hast Du schon als Kind gerne gemacht?
  2. Was die Welt braucht: um es mit den Worten von Steve Jobs zu formulieren: Welche Delle möchtest Du im Universum hinterlassen? Was möchtest Du der Welt hinterlassen? Was dazu beitragen, dass sie ein besserer Ort wird? (Hier spielen Deine Werte eine große Rolle).
  3. Wofür Du bezahlt werden kannst: Womit könntest Du Dein Geld verdienen? Was ist Dein Beruf? Wie kannst Du Einkommen damit generieren?
  4. Was Du gut kannst: Was sind Deine Talente? Wobei kommst Du sofort in den Flow und vergisst die Zeit? Wobei erzielst Du scheinbar spielend leicht super Ergebnisse, an denen Du Freude hast? Was kannst Du besonders gut? (Vielleicht hat man es Dir schon einmal gesagt?) Welche vielleicht ungewöhnlichen Fähigkeiten hast Du?

Am besten nimmst Du Dir pro Bereich ein Blatt und schreibst alles auf, was Dir in den Sinn kommt. Dann lasse es erst einmal wirken und ergänze von Zeit zu Zeit. Wenn Du die Fragen auch mit in Deinen Alltag nimmst und dort einmal darauf achtest, wo vielleicht Antworten zu darauf zu finden sind, wirst Du Deinem persönlichen IKIGAI Stück für Stück näher kommen.

Und nicht vergessen: geh es locker und mit Neugier an. Wenn aus Deiner persönlichen Suche nach dem Glück nämlich eine Jagd auf das Glück wird, kann es sein, dass es Dir davon läuft 😉

Eine gute Woche Dir!

Deine Birgit

PS: Hier noch ein gutes Video zum Thema (auf Englisch):

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